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neues deutschland: Jurymitglied Christian Rakow kritisiert bei Berliner Theatertreffen Benachteiligung von Frauen

Berlin (ots) - Christian Rakow, Mitglied der Jury des Berliner Theatertreffens, beklagt die strukturelle Benachteiligung von Frauen im Theaterbetrieb. Im Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland"(Wochenendausgabe) bedauert der 40-Jähige, dass es in diesem Jahr im Bereich der Regie nur eine Frau in die 10er-Auswahl geschafft hat. Das verweise auf ein strukturelles Problem, so Rakow: "Es gibt im Theaterbetrieb viele Regisseurinnen unter 30 Jahren, jenseits dieser Altersstufe verdünnt sich das Tableau dann wie bei einem Trichter." Der Juror zeigt sich im Gespräch offen für eine Regiequote. Allerdings plädiert er dafür, dies auf breiter Basis zu erwägen: "Nicht wenige Regisseurinnen wehren sich dagegen, durch Quotierungen gleichsam markiert zu werden."

Den Sinn des Theatertreffens sieht Rakow weniger darin, Talente zu entdecken: "Es ist eher eine Art verstärkende Instanz, die einem breiteren Publikum diejenigen bekannt macht, die sich bereits länger im Fokus des Theaterbetriebs befinden." Zu seinen Auswahlkriterien sagte Rakow: "Eine theatertreffentaugliche Inszenierung sollte immer abweichen von dem, was ich in meiner normalen Erwartung an das Theater als vertraut und standardisiert empfinde."

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