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Neues Deutschland: zur Wiederwahl Angela Merkels als CDU-Chefin

Berlin (ots) - Das Trommeln im Vorfeld hat sich gelohnt. Nicht nur der zehnminütige Beifall, sondern auch das Wahlergebnis der CDU-Vorsitzenden auf dem Karlsruher Parteitag hat Angela Merkel Rückenwind gegeben. Alles, was weit unter 90 Prozent gelegen hätte, wäre als Vorbote einer Götterdämmerung interpretiert worden. So aber kann die Kanzlerin sich zumindest in den eigenen Reihen auch mit ihrem zweitschlechtesten Ergebnis zunächst sicher wähnen. Vor Angriffen aus der Basis wie solchen aus dem direkten Umfeld. Denn mit Kochs, Rüttgers' und Wulffs freiwilligem oder weniger freiwilligem Abgang aus dem engeren Führungszirkel und der Inthronisation ihr - zumindest nach derzeitigem Stand - eher nahestehender CDU-PolitikerInnen hat die Kanzlerin sich ihre Hausmacht zusammengebastelt. Das Selbstbewusstsein, das sie der Partei mit ihrer angriffslustigen Rede gegen SPD, Grüne, LINKE und alle anderen, die in Stuttgart, Gorleben oder anderswo eine dezidiert andere Meinung als Schwarz-Gelb vertreten, anempfahl, wird Merkel freilich gerne vorleben. Doch das sagt noch nichts, wie lange sie sich auf die Geschlossenheit der eigenen Partei, der Union und gar der Koalition verlassen kann. Denn nur noch Monate trennen die Kanzlerin und CDU-Chefin von den nächsten Landtagswahlen. Und besonders in Baden-Württemberg, aber auch in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wird am Wahlergebnis zu messen sein, ob das viel beschworene Karlsruher Signal etwas wert war.

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