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Neues Deutschland: Zur Rentenpolitik: Wie lange noch?

Berlin (ots)

Es sei derzeit unklug, sich auf eine Angleichung
der Ost- an die Westrenten binnen zehn Jahren festzulegen, meint das 
Kanzleramt  - würde man in einem Quiz fragen, von wann dieses Zitat 
stammt, die meisten Leute tippten vermutlich auf Anfang der 90er 
Jahre. Falsch: Das ist die Ansicht der Bundeskanzlerin im September 
2008. Gewissermaßen in Sichtweite der Feierlichkeiten zu 20 Jahren 
deutsche Einheit gibt Angela Merkel den Ostdeutschen zu verstehen, 
dass Deutschland im Alltag noch längst nicht einig Vaterland ist.
 Praktisch bedeutet dies, dass die Ostdeutschen noch auf Jahre 
hinaus und ohne absehbares Ende beim Blick auf den Rentenbescheid 
oder ins Portemonnaie erkennen können, woher sie kommen. Und das soll
noch Generationen so weitergehen?
 Es wäre billig, diesen Skandal nur auf die wirtschaftlichen 
Hinterlassenschaften der DDR zu schieben. Ihre Betriebe wurden im 
Zuge und im Gefolge der Vereinigung verramscht; der Osten des Landes 
war vor allem als verlängerter Ladentisch und als Subventionsmaschine
für den Westen von Interesse. Die fatalen Folgen sind bis heute 
spürbar - im Schnitt niedrigere Einkommen, Abwanderung, kaum 
selbsttragende Wirtschaft. Einen Fahrplan für die Angleichung der 
Lebensverhältnisse hat die Regierung bis heute nicht vorgelegt. Nicht
einmal das Bekenntnis gibt es, fast ein halbes Menschenalter nach der
Einheit die Renten angleichen zu wollen.

Pressekontakt:

Neues Deutschland
Redaktion

Telefon: 030/293 90 715

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