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NRZ: Wenig weise - ein Kommentar von PETER HAHNE

Essen (ots) - Nichts Neues von den Wirtschaftsweisen: Wie gewohnt nehmen die Ökonomen jeden wirtschaftspolitischen Beschluss der Regierung auseinander, der auch nur im Entferntesten nach Sozialpolitik riecht. Könnte ja sein, dass Mindestlohn, Frührente oder selbstredend auch die Energiewende die Konjunktur dämpft. Das mag sein. In der Summe ist das sogar sehr wahrscheinlich. Aber haben sich die gut dotierten Regierungsberater wohl schon einmal Gedanken darüber gemacht, dass Wirtschaftspolitik immer auch Gesellschaftspolitik ist? Offenbar nicht. Die neoklassische Lehre aus den Lehrbüchern der Volkswirtschaft gilt der Ratsmehrheit seit mehr als 50 Jahren als quasireligiöses Glaubensbekenntnis. Entsprechend vorhersehbar sind die Empfehlungen der Marktgläubigen. Jedes Jahr. Für die Regierung, für den interessierten Beobachter. Der Rat hat sich damit selbst überflüssig gemacht. Wenn der Bundesfinanzminister Geld sparen will, kann er hier ansetzen.

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