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NRZ: Der grüne Wesenskern - ein Kommentar von JAN JESSEN

Essen (ots) - Die Urwahl hat den Wesenskern der Partei offengelegt, der ein ganz anderer als noch vor 30 Jahren ist. Die Grünen entstiegen in den 1980er-Jahren aus der Asche eines Zeitgeistes, der bürgerliche Werte radikal infrage stellte; jetzt ist ausgerechnet diese Partei zum Hort einer neuen Bürgerlichkeit geworden, alte Werte in neuem Gewand inklusive. Die Grünen im Jahr 2012 sind nicht mehr nur schrill und laut und dauererregt über die Ungerechtigkeiten in dieser Welt wie Noch-Parteichefin Claudia Roth; sie sind eben auch wertkonservativ wie die Protestantin Göring-Eckardt oder der Katholik Winfried Kretschmann. Die grüne Basis hat mit ihrem Votum gezeigt, dass die Partei tief in der gesellschaftlichen Mitte verortet ist. Für die Parteistrategen heißt das: Sie können sich in Bündnisfragen locker machen. Die Fixierung auf die SPD ist aus Sicht der Basis ganz offenkundig nicht nötig, wenn sie eine Spitzenkandidatin wählt, die von ihrem Profil her bestens in die CDU passen würde.

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