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Westfalenpost: Kommentar zum Klimaschutz

Hagen (ots) - Aussitzen geht nicht mehr, denn die Welt schaut zu: Am Montag beginnt die nächste Klimakonferenz - und Deutschland ist Gastgeber. Der Kohlendioxid-Ausstoß steigt, die Folgen des Klimawandels wie Naturkatastrophen und zunehmende Migration treten immer deutlicher zutage. Fest steht: Der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen muss beschleunigt und auch glaubhaft umgesetzt werden. Für Deutschland heißt das: Wenn wir das Ende der Kohle nicht vorziehen, können wir unsere Klimaziele nicht erreichen. Aus demselben Grund ist ein konkreter Ausstiegskorridor für den Verbrennungsmotor sinnvoll - übrigens im eigenen Interesse der Automobilindustrie. Wenn sie den Umstieg nicht stärker als bisher forciert, bestimmen andere Tempo und Bedingungen. Google, Apple und Co. schwimmen im Geld; sie werden die Gestaltung der Mobilität an sich reißen, wenn die Konkurrenz ihnen die Chance dazu gibt. Mit der Folge, dass in Deutschland eine Schlüsselindustrie ihre Zukunft aufs Spiel setzt. Die Konferenz in Bonn erwartet Fakten, nicht Ankündigungen. Angela Merkel, die mal Klimakanzlerin genannt wurde, läuft Gefahr, sich zu blamieren. Ihre Verhandlungsposition ist so schlecht wie nie: Die Kohle könnte die Jamaika-Koalition zu Fall bringen.

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