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Westfalenpost: DAX

Hagen (ots) -

Der Dax, der deutsche Aktien-Leitindex, ist also gestern kurz unter die 9000-Punkte-Marke gerutscht: Diese Nachricht darf so wenig überraschen wie sie schlimm ist. Die geopolitische Lage drückt auf die Stimmung an den Handelsplätzen rund um den Globus: Der Nahost-Konflikt, der Flächenbrand im Irak und die
Ukraine-Krise, die längst zu einem Handelskrieg zwischen Russland und dem Westen geworden ist, konnten und können nicht ohne Folgen für die Wirtschaft bleiben. Im Übrigen gehört das stete Auf und Ab zum Leben an der Börse; es ist das Leben der Börse. Nur zur Erinnerung: Erst im Juni war der Dax zum ersten Mal in seiner 25-jährigen Geschichte auf über 10 000 Punkte geklettert. Der Kurseinbruch trifft aktuell in erster Linie die Geldanleger, die mangels Zinsen auf dem Sparbuch, ohne ausreichende Kenntnis oder gute Beratung in Aktien investiert haben. Sie müssen jetzt Ruhe bewahren. Mutige Anleger werden sogar weiter investieren.

Viel mehr Sorge als der Kurseinbruch an der Börse bereitet die Europäische Zentralbank: Draghi & Co. haben noch immer kein Rezept, wie sie einen einheitlichen Finanzraum mit derzeit ganz unterschiedlich starken Volkswirtschaften geldpolitisch gestalten. Die weiter schwachen Wirtschaftsdaten aus Südosteuropa und die hohe Arbeitslosigkeit dort sind eine viel größere Gefahr für einen Konjunkturabsturz als die Kurseinbrüche.

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