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24.07.2013 – 20:11

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Westfalenpost: Westfalenpost zum Rekord bei Reha-Maßnahmen

Hagen (ots)

Der demografische Wandel macht sich bemerkbar: Damit ältere Arbeitnehmer länger durchhalten können, müssen Therapien zum Erhalt und zur Wiederherstellung der Arbeitskraft intensiviert werden. Nach dem Grundsatz "Reha vor Rente" lohnt die Investition: Das Prognos-Institut schätzt, dass die Gesellschaft für jeden Euro in der Reha fünf Euro zurückerhält, weil Arbeitnehmer später länger in die Sozialkassen einzahlen.

Wer A sagt, muss auch B sagen: Die Rente mit 67 ist nur möglich, wenn die Gesundheit der Beschäftigten über 50 erhalten wird. Die "gute, alte Kur" wurde in der Gesundheitsreform im Jahr 2000 abgeschafft, an deren Stelle traten Vorsorge sowie medizinische und berufliche Reha-Maßnahmen. Das Problem: Bisher wurde der demografische Faktor bei der Berechnung des Reha-Topfes der Rentenversicherungsträger kaum berücksichtigt. Eine Korrektur vor der Bundestagswahl scheint ausgeschlossen. Anschließend aber besteht dringend Handlungsbedarf.

Mit der Annäherung der geburtenstarken Jahrgänge ans Rentenalter und der wachsenden Zahl der Geringverdiener führt auf Dauer kein Weg daran vorbei, den Deckel vom Reha-Topf zu nehmen. Außerdem sollten Arbeitgeber ihre Anstrengungen verstärken, die "Ressource Arbeitskraft" durch weniger belastende Arbeitsbedingungen zu erhalten. Das schont neben der Gesundheit der Mitarbeiter auch die Firmenkasse.

Vor allem die deutliche Zunahme der psychischen Erkrankungen lässt aufschrecken: Mancher unnötige Druck auf Beschäftigte ließe sich sicher allein schon durch die Pflege des Betriebsklimas und alltagstaugliche Arbeitszeitmodelle abbauen.

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