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Westfalenpost: Große Hoffnung

    Hagen (ots) - Deutschland und die Klimakonferenz Von Lorenz Redicker In zwei Wochen beginnt die Klimakonferenz in Bali - und die Erwartungen sind riesig. Die Weltgemeinschaft soll, ja muss in einer gemeinsamen Kraftanstrengung die CO2-Notbremse ziehen. Das Kioto-Protokoll war ein erster, kleiner und nicht sonderlich gelungener Schritt. Jetzt muss es richtig vorangehen, fordern die Wissenschaftler, bevor es zu spät ist. Die Politik ist am Zug. Zu diesem Zweck hat der Weltklimarat IPCC die drei Klimastudien, viele tausend Seiten dick, auf handliche 23 Seiten zusammengefasst. Niemand soll hinterher sagen können, er habe nichts gewusst, weil er die Zeit zum Lesen nicht hatte. Dabei sind die Studien teils schon wieder überholt von neuen Erkenntnissen, die durchweg besagen: Es wird alles noch schlimmer kommen. Der Meeresspiegel etwa könnte bis Ende des Jahrhunderts nicht nur um 18 bis 59 Zentimeter ansteigen, wie bislang prognostiziert, sondern um bis zu 140 Zentimeter. Allen Klimastudien zum Trotz jedoch ist die Politik längst nicht so weit wie die Wissenschaft. Die Zahl der Zauderer und Zweifler in den Regierungen ist immer noch groß, die größten CO2-Verschmutzer wie die USA und China stehen auf der Bremse, fürchten wirtschaftliche Nachteile. Auch deshalb setzen die Vereinten Nationen auf Deutschland. Die Bundeskanzlerin und ihr Umweltminister wollen mit einem dann frisch verabschiedeten Gesetzespaket nach Bali reisen, um zu zeigen: Klimaschutz ist möglich, ohne die Wirtschaft zu belasten. Deutschland als Vorreiter soll die anderen Staaten mitziehen, so die Hoffnung. Ob die sich erfüllen kann?

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