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14.07.2018 – 07:00

Neue Osnabrücker Zeitung

NOZ: Bundesregierung: Zugverkehr zwischen Deutschland und Niederlanden wird stark wachsen

Osnabrück (ots)

Bundesregierung: Zugverkehr zwischen Deutschland und Niederlanden wird stark wachsen

6,6 Millionen Passagiere im Jahr 2030 erwartet - Auch Güterverkehr nimmt zu

Osnabrück. Der Zugverkehr zwischen Deutschland und den Niederlanden wird nach Schätzungen der Bundesregierung in den nächsten Jahren stark zu nehmen. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" (Samstag) unter Berufung auf eine Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf Anfrage der Grünen. Demnach sollen 2030 insgesamt 6,6 Millionen Menschen die Grenze per Zug überqueren - 50 Prozent mehr als noch im Jahr 2010 mit 4,4 Millionen Passagieren. Beim Güterverkehr auf der Schiene geht die Bundesregierung im selben Zeitraum von einer Zunahme von 22 Prozent auf dann 30,2 Millionen Tonnen aus.

Bahnübergänge zwischen Deutschland und den Niederlanden bestehen unter anderem in Emmerich (Nordrhein-Westfalen) und Bad Bentheim in Niedersachsen. Weiter nördlich ist die grenzüberschreitende Bahnverbindung unterbrochen: 2015 zerstörte ein Frachtschiff die Friesenbrücke bei Weener (Landkreis Leer), die bis dato grenzüberschreitende Regionalzüge passierten. Bis 2024 soll eine neue Brücke für 66 Millionen Euro stehen. Aus den Niederlanden besteht der Wunsch, eine Schnellzug-Verbindung zwischen Groningen und Bremen einzurichten. Dazu fehle aber auf deutscher Seite die nötige Infrastruktur. Man dränge darauf, dass der Zeitplan beim Brückenbau eingehalten werde, sagte eine Sprecherin der Provinz Groningen der Zeitung "Dagblad van het Noorden".

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Filiz Polat kritisierte, dass sich die Bundesregierung allein auf den Ausbau der Strecke vom Ruhrgebiet in Richtung Rotterdam konzentriere und das Netz zwischen den Niederlanden und Niedersachsen vernachlässige. Hier besteht nur der Übergang in Bad Bentheim. "Gerade in Ostfriesland könnte man mit einem guten grenzüberschreitenden Bahnverkehr auch touristisch noch ungenutzte Potenziale heben", sagte Polat.

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