Alle Storys
Folgen
Keine Story von Neue Osnabrücker Zeitung mehr verpassen.

Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Breitband-Versorgung im ländlichen Raum

Osnabrück (ots)

Wunsch und Wirklichkeit

Bei kaum einem Infrastrukturthema gehen Wunsch und Wirklichkeit so weit auseinander wie bei der Breitbandversorgung. Das stört das Bundeswirtschaftsministerium aber allem Anschein nach nicht. Die Behörde rechnet sich die Realität schön. Oder wie ist es sonst zu erklären, dass nach wie vor ein Anschluss mit der Kriechgeschwindigkeit von einem Megabit pro Sekunde als Grundversorgung gilt? Unternehmer wissen, dass sich mit so einer Verbindung kein Geschäft machen lässt. Wer wirtschaftlich erfolgreich sein will, muss am technischen Fortschritt teilhaben können.

Um genau den geht es. Deutschland droht in eine digitale Zwei-Klassen-Gesellschaft abzudriften. Auf der einen Seite die Privilegierten, deren Anschlüsse schnelles Internet erlauben. Auf der anderen Seite die Abgehängten. Besonders betroffen sind die ländlichen Regionen. Wie immer, wenn es um Infrastruktur geht. Das Breitbandkabel muss genauso selbstverständlich sein wie die Wasserleitung oder der Stromanschluss. In den Städten ist es das auch, aber nicht auf dem Land.

Realitätsferne Absichtsbekundungen wie die Breitbandstrategie der Bundesregierung helfen wenig, den digitalen Graben zu überwinden. Vielmehr vertuschen die Zahlen die Probleme, die herrschen. Und an die Telekommunikationsunternehmen zu appellieren bringt auch nichts. Wer sich auf sie verlässt, ist verlassen. Das dürften zumindest die Bürgermeister in Westniedersachsen gelernt haben.

+++

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Neue Osnabrücker Zeitung
Weitere Storys: Neue Osnabrücker Zeitung
  • 24.04.2013 – 22:00

    Neue OZ: Kommentar zu EU/Finanzen/Steuern

    Osnabrück (ots) - Neid, Gier und Hochmut Als Post-Chef Klaus Zumwinkel 2008 vorgeworfen wurde, eine Million Euro an Steuern hinterzogen zu haben, gab es kein Halten mehr. Altpräsident Roman Herzog warf ihm Raffgier vor, die SPD nannte ihn "asozial" und forderte, das Strafmaß bis zum Ende auszureizen. Auf Druck von Regierung und Öffentlichkeit stellte Zumwinkel seinen Posten bei der Post ebenso zur Verfügung wie den ...

  • 24.04.2013 – 22:00

    Neue OZ: Kommentar zu Italien/Regierung/Präsident

    Osnabrück (ots) - Buona fortuna! Bravo, Giorgio Napolitano! Erst macht der 87-jährige Präsident Italiens durch seine Wiederwahl den Weg frei für eine Regierungsbildung. Jetzt beauftragt der weise alte Herr den linksliberalen Politiker Enrico Letta, eine tragfähige Koalition zusammenzustellen. Eine echte Überraschung, denn nicht viele hatten den 46-Jährigen auf dem Zettel. Letta galt bisher eher als kamerascheuer ...

  • 24.04.2013 – 22:00

    Neue OZ: Kommentar zu Urteile/Innere Sicherheit/Antiterrordatei

    Osnabrück (ots) - Erfolg des freien Bürgers Wenn nach einem Urteil des Verfassungsgerichts der konservative Innenminister und die liberale Justizministerin zufrieden sind, muss es sich um einen bemerkenswerten höchstrichterlichen Spruch handeln. In der Tat: Vom verfassungsrechtlichen Grundsatz stimmt der Erste Senat der Antiterrordatei zu - fordert aber ...