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Neue OZ: Kommentar zu Rio
Gipfel

Osnabrück (ots)

Geschichte der gescheiterten Gipfel

Jetzt kommt wieder die Zeit der Schönredner. Aber sie können sich die Mühe sparen: Die Mammut-Konferenz in Rio ist ein weiteres Kapitel in der Geschichte der gescheiterten Gipfel. Die politischen Akteure, dazu gehört auch der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier, sollten aufhören, sich fortwährend in die Tasche zu lügen und zu versuchen, jeder noch so butterweichen Absichtserklärung etwas Sinniges abzugewinnen. Denn die Abschlusserklärung von Rio fügt sich ein in die Reihe so vieler anderer Resolutionen, die keinen Deut wert sind.

Die kolossalen Herausforderungen der Menschheit müssen gleichwohl gelöst werden. Und weil dies offensichtlich im UN-Format nicht mehr gelingen kann, verspricht Rettung allein ein radikales Umsteuern der Verhandlungsmaschinerie. Nicht mehr gigantische Gipfel mit Folklore-Faktor sind gefragt, sondern konzise Konferenzen: Die führenden Staaten mit energieintensiven Branchen wie Stahl und Kohle könnten so im Sinne aller wegweisende Übereinkünfte treffen. Oder Länder, die allesamt über für die Zukunft der Welt existenzielle Rohstoffe verfügen. So wäre Schluss mit dem Gemurkse der Gutmenschen und Absichtserklärer.

Das Versagen der großen Politik bürdet dem Einzelnen eine hohe Verantwortung auf. Nur wenn die Einsicht wächst, auch im Kleinen durch einen anderen Lebensstil einen Beitrag zu leisten, wird möglich, was die Rio-Abschlusserklärung so großspurig verkündete: die Zukunft, die wir wollen.

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