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Neue OZ: Kommentar zu Japan

Osnabrück (ots) - Solidarität mit Japan

Japan rationiert nach Erdbeben, Tsunami und AKW-Unfällen notgedrungen den Strom im ganzen Land. Davon will auch Kaiser Akihito nicht ausgenommen werden. Täglich verzichtet er zwei Stunden lang auf Elektrizität in seinem Palast. Was sich wie eine bunte Randnotiz liest, hat symbolischen Charakter: Der Tenno demonstriert, auch wenn er sich erst am sechsten Tag der Katastrophe zu Wort meldet, auf seine Weise Solidarität mit dem Not leidenden Volk.

Genau darum geht es jetzt: Nichts brauchen die Japaner, die mit bewundernswerter Würde und Beherrschung ihre schwierige Situation ertragen, in diesen Stunden mehr als Zeichen der Verbundenheit und Anteilnahme. Die Kirchen rufen daher zu Gebeten auf und öffnen ihre Gemeinden für stille Andachten. Über Facebook und Schulpartnerschaften können tröstende Botschaften verschickt werden.

Nach den apokalyptischen Bildern fragen sich zudem viele, wie sie aktiv helfen können. Spenden sind natürlich eine Option. Auch wenn Japan ein hoch technisiertes, wirtschaftsstarkes Land ist, so ist es mit der Unglücksserie finanziell überfordert. Spenden an Hilfsorganisationen kommen den Zigtausenden Obdachlosen zugute und helfen beim Wiederaufbau der zerstörten Küstenorte. Prominente Künstler machen vor, was auch im kleinen Format geht: Benefiz-Veranstaltungen zugunsten der Opfer initiieren, unterstützen oder besuchen. Das wäre schon etwas.

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