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Neue OZ: Kommentar zu Landtag
Regierung

Osnabrück (ots) - Ins kalte Wasser

Auf das Amt des Ministerpräsidenten hatte sich David McAllister eigentlich in Ruhe vorbereiten können - aber jetzt geht alles im Turbotempo. Nicht nur, dass der Amtswechsel nach dem Köhler-Rücktritt und dem Wulff-Aufstieg Knall auf Fall über die Bühne gehen musste; McAllister wird auch von den Anforderungen gleich ins kalte Wasser geworfen. Die sonst übliche Schonfrist von 100 Tagen fällt quasi weg; bereits in vier Wochen muss er in einer Kabinettsklausur ein dramatisches Sparprogramm zur Bewältigung der Finanzkrise präsentieren.

Viel wird davon abhängen, wie der 39-Jährige diese Herausforderung meistert. McAllister hat zweifellos überragendes politisches Talent, aber er ist ohne Verwaltungs- und Kabinettserfahrung. Zudem muss er eine Ministerriege führen, die gerade erst "runderneuert" worden ist - mit einigen weiteren "Greenhorns". Und wenn auch noch der tüchtige Chef der Staatskanzlei nach Berlin wechseln sollte, würde das die Situation zusätzlich erschweren. Der Start war mit zwei Abweichlern bei der Wahl zwar nicht optimal, aber letztlich doch souverän. Klar sein musste auch, dass von der Regierungserklärung keine radikale Kursänderung erwartet werden konnte. Damit hätte McAllister ja die Politik der letzten Jahre konterkariert. Aufhorchen ließen aber die betont distanzierten Äußerungen zur Kernenergie. Ist das ein Thema, wo der Neue erste Akzente setzt?

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