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Neue OZ: Kommentar zu Tennis
French Open

Osnabrück (ots) - Raffinesse gegen Kraft

Wer soll Rafael Nadal schlagen? Dem Power-Tennis des Spaniers ist nur mit Raffinesse zu begegnen. Und dazu scheint als Einziger Roger Federer in der Lage. Auch in diesem Jahr? Der Schweizer spielt zurzeit unter seinen Möglichkeiten. Wahrscheinlich die Folge einer Lungeninfektion im Frühjahr.

Nadal, der 2009 von Verletzungen geplagt war, wird in dieser Form kaum zu schlagen sein. In Wimbledon nicht und auch bei allen anderen großen Turnieren dieses Jahres nicht. Er spielt total effektiv und erläuft jeden Ball. Wo andere Spieler ins Stolpern geraten würden, retourniert der 24-Jährige unglaublich. Und - das ist das Einzigartige - er macht damit Big Points.

Nadal spielt nicht so listig wie Federer, aber voller Energie, die bei jedem Ballwechsel sichtbar wird. Den beiden kann zurzeit niemand das Wasser reichen. Novak Djokovic und Andy Murray mangelt es an Konstanz. Juan Martin Del Potro, der 2009 die US Open gewann, kann wegen einer Handgelenksverletzung nicht ins große Tennis-Geschehen eingreifen.

Bleiben nur noch die Nr.1 und die Nr. 2, wobei der Vorteil beim jungen Iberer liegt. Zwar hat der Eidgenosse mit 16 Grand-Slam-Siegen noch klar die Nase vorn. Doch der Spanier hat die Klasse, auf allen Belägen großes Tennis zu spielen. Er steht zu Recht wieder an der Spitze der Weltrangliste. Und von dort wird er nur schwer zu verdrängen sein, auch nicht von dem genialen Federer. Wird aus der Zwei-Mann-Schau die Performance eines Alleinunterhalters?

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