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Neue OZ: Kommentar zu Fußball
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Osnabrück (ots) - Der Schreck

Knapp eine Woche vor dem WM-Start bricht bei einem Länderspiel im Land des Gastgebers eine Panik aus, bei der Zuschauer zum Teil schwer verletzt werden. Das ist kein Grund, die alten Zweifel an der Ausrichter-Tauglichkeit Südafrikas zu beleben. Aber erschrocken darf man schon sein.

Es war kein WM-Stadion, und die Organisatoren des Freundschaftsspiels haben bei der Weltmeisterschaft nichts zu sagen - Gott sei Dank, darf man anfügen. Denn offenbar waren sie überfordert und begingen Fehler, die bei einer Massenveranstaltung tödliche Folgen haben können. Letztlich ist es wohl nur eine Frage des Zufalls und damit des Glücks, dass es in Johannesburg keine Toten gab.

Auf der Internet-Seite des Weltverbandes FIFA fand sich bis gestern Abend kein Hinweis auf das Unglück. Das ist typisch für die Haltung der Funktionäre, die mit diesem Spiel in Johannesburg nichts zu tun haben wollen. Doch das ist nur die formale Sicht; die FIFA hat die Pflicht, sich mit den Details vertraut zu machen, die eigenen Sicherheitskonzepte in Bezug auf Zuschauerverhalten zu überprüfen und für eine transparente Kommunikation zu sorgen.

Denn Tausende von WM-Touristen werden gestern geschockt gewesen sein und sich nun um ihre Sicherheit in Südafrika sorgen - ungeachtet aller objektiven Tatbestände. Über der WM in Südafrika liegt bis auf Weiteres der Schatten der Angst.

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