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Neue OZ: Kommentar zu EU
Organspenden

Osnabrück (ots) - Mehr Hoffnung

Die Beschlüsse des EU-Parlaments zur Organspende sind für Schwerkranke eine gute Nachricht. Sie geben denen in Europa ein wenig mehr Hoffnung, die sehnsüchtig auf eine neue Niere, eine Lunge, ein Herz oder eine Leber warten. Wenn sich die Zusammenarbeit in der Transplantationsmedizin länderübergreifend bessert, profitieren davon vor allem Patienten, die ein Organ mit ganz speziellen Anforderungen suchen. Besonders in den kleineren Staaten der EU kommt ihnen die grenzüberschreitende Kooperation zugute.

Doch das kann nur dadurch gelingen, dass die Europapolitiker für strenge Standards bei der Sicherheit und Qualität der Organspenden sorgen. Dabei ist es gerade aus deutscher Sicht sinnvoll, den Aufbau neuer Behörden und damit unnötige Bürokratie zu vermeiden, wenn es Alternativen gibt. Hierzulande hat sich die geltende Praxis der Selbstverwaltung bewährt.

Ein Problem bleibt aber trotz der Entscheidungen des EU-Parlaments bestehen: der Mangel an Organen. Noch immer müssen jeden Tag in Europa zwölf Schwerkranke sterben, weil sie nicht rechtzeitig Ersatz finden. Und dies, obwohl viele Menschen zur Organspende bereit sind. Doch nach wie vor tragen zu wenige Menschen einen Spenderausweis bei sich. Das muss sich ändern.

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