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Neue OZ: Kommentar zu Stadtarchiv
Einsturz

Osnabrück (ots)

Kölscher Klüngel
Kölscher Klüngel - so wird in der Domstadt ein Prinzip 
verniedlicht, das schon die alten Römer kannten. Eine Hand wäscht die
andere oder eben manus manum lavat - das hat die Rheinmetropole zu 
Blüte gebracht, aber immer auch für Skandale gesorgt. Jetzt zeigt der
Klüngel wieder seine Fratze: Eine Mischung aus Schlamperei und 
Habgier hat beim Bau Kölner U-Bahn-Bau offenbar organisierte 
Kriminalität und betrügerischen Stahlhandel begünstigt.
Und nun glaubt die federführende Baufirma ernsthaft, mit der 
Beurlaubung eines Poliers und zweier Bauleiter den immensen Schaden 
gutmachen zu können. Allerhöchste Zeit, dass die Stadt Köln die 
Zusammenarbeit mit diesem Konzern auf den Prüfstand stellt. Es ist 
keine Zeit mehr für Klüngelei, da eine Hochwasserkatastrophe nicht 
auszuschließen ist.
Zur Leitung gehörten die drei nicht, wie das Unternehmen mitteilen
lässt. Es ist schon kühn, nachgeordnetes Personal für hochgefährliche
Unregelmäßigkeiten geradestehen zu lassen. Ein Jahr nach dem 
verheerenden Einsturz des Kölner Stadtarchivs, dem Tod zweier 
unschuldiger junger Männer und einem Sachschaden von einer Milliarde 
Euro erscheint es überfällig, die Konzernspitze in Haftung zu nehmen.
Das könnte eine Prozesslawine auslösen, aber das Bedürfnis der Bürger
nach Sicherheit stärken.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

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