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Neue OZ: Kommentar zu Prozesse
Steuern
Solidaritätszuschlag

Osnabrück (ots)

Reform ist fällig
Wer nach dem Hannoveraner Urteil auf finanzielle Entlastung hofft,
wird enttäuscht werden. Denn sollte sich das Bundesverfassungsgericht
der Argumentation anschließen, dass eine kurzfristige Sonderabgabe 
nicht zum Dauerzustand werden darf - dann nennt die Bundesregierung 
sie eben anders, erhebt sie auf eine neue Weise oder schlägt die 
Steuerausfälle bei einer anderen Einnahmequelle drauf.
Um Entlastung geht es beim Streit um den Solidaritätszuschlag also
nicht. Wohl aber um Glaubwürdigkeit. Und da ist es schon lange Zeit, 
den "Soli" abzuschaffen. Erstens hat er sich faktisch zu einer 
ständigen Einnahme entwickelt. Dann sollte er so auch benannt werden.
Zweitens kam er nie gezielt dem Aufbau Ost zugute. Das war von Anfang
an gemogelt. Und drittens, wenn es denn so wäre: Die Frage, ob 
Sondertöpfe oder auch bloß Sonderargumente für den Osten noch immer 
greifen, ist berechtigt. Es gibt schwache und starke Regionen in ganz
Deutschland. Wo sie liegen, mag politisch bedeutsam sein - 
wirtschaftlich betrachtet ist es aber völlig egal.
Der Bund sollte sich also nicht an den Solidaritätszuschlag 
klammern. Stattdessen ist die Frage dieser Abgabe zwingend im 
größeren Kontext einer Steuerreform zu sehen. Traurig, dass da schon 
wieder vom Jahr 2019 geredet wird. Sie wäre eher fällig.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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