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Neue OZ: Kommentar zu US-Präsident Barack Obama

    Osnabrück (ots) - Nur ein Popstar mit dem Hit "Change"?

    Auch seine Anhänger waren erstaunt, als Barack Obama kürzlich den Friedensnobelpreis erhielt. Denn Messbares geleistet hat der US-Präsident bisher nicht. Das wäre für das erste Jahr nach der Wahl aber auch zu viel erwartet gewesen. Und atmosphärisch bleibt anzuerkennen, dass der Präsident durchaus etwas bewirkt hat - und mehr noch die Amerikaner, die ihn gewählt haben.

    Der Preis war also ein Ausdruck der Hoffnung. International besteht die weiterhin. Unter seinen Landsleuten aber scheinen die Zweifel zu wachsen. Gefährlich, denn auf sie ist Obama angewiesen. Ohne Rückhalt kann er einen kurzen Erfolg als Popstar mit "Change" als Nummer-1-Hit feiern - aber keine dauerhafte Wende einleiten. Obama wäre einer teils verqueren Stimmungsmache ausgeliefert. Da gibt es etwa Leute, die ausgerechnet ihn in die Nähe von Nazis rücken - und das auch noch wegen des für die USA sozial bahnbrechenden Projekts der Krankenversicherung.

    Solches Murren im Volk paart sich mit erheblichem Beharrungsvermögen bei den Eliten. Beides steht für eine USA, die sich überlebt haben sollte. Wie es weitergeht, entscheidet sich aber an Obama selbst nur bedingt. Sondern daran, wie bereit die US-Gesellschaft für den Wechsel wirklich ist.

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