Alle Storys
Folgen
Keine Story von Neue Osnabrücker Zeitung mehr verpassen.

Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Portugal
Literatur

Osnabrück (ots)

Tabubruch provoziert Tabubruch
Ein ehemaliger Staatssekretär für Kultur diffamiert den 
Nobelpreisträger des eigenen Landes; ein EU-Parlamentarier will den 
Schriftsteller aus der Staatsbürgerschaft drängen. Es sind 
geharnischte Tabubrüche, die José Saramago mit seiner Religionskritik
herauskitzelt. Schon dafür hat es sich gelohnt.
Die Leichtfertigkeit, mit der hier aus dem Amt heraus gegen die 
freie Meinung gewettert wird, sagt viel über das politische Klima - 
zumal in einem Land, das erst vor einer Generation mit der Diktatur 
aufgeräumt hat. Fast staunt man, dass sich bei der immer gleichen 
Mechanik des Skandals noch Protagonisten für die vorgezeichneten 
Rollen finden. Denn natürlich bestätigt die wütende Politik nur den 
Befund ihres Kritikers. Wer Grundrechte beschneiden will, ist in 
seinem Christentum kaum ernst zu nehmen. Die aggressive Reaktion auf 
Saramagos Gotteslästerung spricht eher für den Wunsch nach 
Aufmerksamkeit. Wer wollte dem Dichter da Eitelkeit vorwerfen?

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Neue Osnabrücker Zeitung
Weitere Storys: Neue Osnabrücker Zeitung
  • 29.10.2009 – 22:00

    Neue OZ: Kommentar zu Arbeitsmarkt / Oktober / Statistik

    Osnabrück (ots) - Signale der Hoffnung Goldener Oktober auf dem Arbeitsmarkt: Auch dank einer überraschend starken Herbstbelebung ist die Zahl der Erwerbslosen deutlich gesunken. Noch wichtiger aber: Selbst wenn man saisonale Effekte herausrechnet, ergibt sich eine positive Tendenz, 26000 Arbeitslose weniger. Die deutsche Wirtschaft erweist sich damit als krisenfester als erwartet. Und es besteht ...

  • 29.10.2009 – 22:00

    Neue OZ: Kommentar zu Tarife / Gebäudereiniger / Einigung

    Osnabrück (ots) - Richtiger Weg Die Gebäudereiniger haben sich höhere Löhne erstreikt, und sie haben eine Anpassung auch verdient. Denn wer anderer Leute Dreck beseitigt, darf nicht mit einem Hungerlohn nach Hause geschickt werden. Wichtiger als die Steigerung der Tariflöhne um immerhin bis zu 6,3 Prozent in Ostdeutschland ist die Nachricht, dass die Mindestlöhne angehoben werden sollen. Hiervon ...

  • 29.10.2009 – 22:00

    Neue OZ: Kommentar zu Eu / Gipfel

    Osnabrück (ots) - Schwaches, zerstrittenes Europa Wenn es ums Geld geht, hört die Einigkeit schnell auf. Und so streiten die armen osteuropäischen und die reichen westeuropäischen EU-Länder um den Klimaschutz wie einst die kleinere Europäische Wirtschaftsgemeinschaft um die Verteilung der Mittel beim Agrarhaushalt. Das lässt nichts Gutes ahnen für den Weltklimagipfel in Kopenhagen im Dezember. Denn wenn schon die europäischen Länder beim Umweltschutz ...