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Neue OZ: Kommentar zu Eu
Gipfel

    Osnabrück (ots) - Schwaches, zerstrittenes Europa

    Wenn es ums Geld geht, hört die Einigkeit schnell auf. Und so streiten die armen osteuropäischen und die reichen westeuropäischen EU-Länder um den Klimaschutz wie einst die kleinere Europäische Wirtschaftsgemeinschaft um die Verteilung der Mittel beim Agrarhaushalt. Das lässt nichts Gutes ahnen für den Weltklimagipfel in Kopenhagen im Dezember. Denn wenn schon die europäischen Länder beim Umweltschutz gespalten sind - und gerade sie sehen sich ja als Vorbild -, wie wollen sie dann die anderen Staaten mitziehen?

    Die erbitterten Verteilungskämpfe innerhalb der Europäischen Union können den USA und den großen Schwellenländern China und Indien nur gelegen kommen. Denn so lassen sie sich umso weniger überzeugen, die erforderlichen Milliarden für die Reduzierung der Treibhausgase auszugeben. Auch deshalb ist es nötig, dass sich die Europäer bald auf eine gerechte Verteilung der Kosten für den Klimaschutz einigen und eine Kompromissformel finden, mit der alle Beteiligten leben können. Dazu gehört eine Berechnung, die sowohl die Verschmutzung als auch die Wirtschaftskraft der Länder angemessen berücksichtigt.

    Gelingt dies nicht, geht der Schaden über den Umweltschutz hinaus. Denn erneut entsteht dann der fatale Eindruck, dass Europa nicht mit einer Stimme spricht.

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