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Neue OZ: Kommentar zu Konflikte
Nahost

Osnabrück (ots)

Israel unter Zugzwang
Vor nicht einmal einer Woche hat sich Barack Obama in Kairo an die
Muslime gewandt. Der US-Präsident wies in seiner bemerkenswerten Rede
auf Israels Existenzrecht hin, stellte aber auch deutliche 
Forderungen an die Konfliktparteien im Nahen Osten.
Israelische Politiker haben zwar begrüßt, dass Obama die 
Sicherheitsinteressen des Landes herausgestellt hat, im Übrigen aber 
reagierten sie zurückhaltend auf die Ansprache. Doch nicht erst seit 
einigen Tagen weiß die Regierung von Benjamin Netanjahu, dass sie vor
allem in der Siedlungspolitik unter Druck gerät.
In dieser Situation übernimmt Obamas Sondergesandter George 
Mitchell die Feinarbeit und beginnt mit seiner Pendeldiplomatie. Der 
Polit-Veteran der Demokraten hat erfolgreich im Nordirland-Konflikt 
vermittelt. Diese Erfahrungen erhöhen die Chance, dass in die 
Verhandlungen über einen palästinensischen Staat wieder Bewegung 
kommt, nachdem sie unter Obamas Vorgänger George W. Bush lange 
festgefahren waren. Zugleich wirkt sich günstig aus, dass Mitchell 
nicht allein mit Israelis und Palästinensern spricht, sondern auch 
arabische Nachbarn wie Syrien einbezieht. Erneut wird klar, dass 
Fortschritte im Nahen Osten nur mit der US-Regierung möglich sind. 
Denn nur sie hat die notwendigen Druckmittel, um Israel zu 
Kompromissen zu bewegen.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

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