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Neue OZ: Kommentar zu Nahost
Gaza
UNO

Osnabrück (ots)

Von außen kaum zu stoppen
Der Weltsicherheitsrat rafft sich nach 13 Tagen Krieg doch noch 
auf, verpflichtet Israel und die den Gazastreifen beherrschende Hamas
zur Waffenruhe, und es passiert - nichts. Beide Konfliktparteien 
wischen das Gebot der UNO zur Seite, ohne den geringsten 
diplomatische Schein zu wahren.
Das ernüchtert. Zumal nach all dem Sarkozy-Gewirbel, den Rice-Reisen 
und Ägyptens pausenlosen Vermittlungsbemühungen vor dem 
UNO-Beschluss.
Denn spätestens jetzt steht fest: Von außen ist dieser Krieg kaum 
zu stoppen.
Dafür haben beide Seiten zu viel Grund, sich vom Gewalteinsatz 
Vorteile zu versprechen. Die Hamas, weil sie militärisch zwar 
hoffnungslos unterlegen ist, politisch aber wie alle extremistischen 
Kräfte von Elend, Chaos und Hass profitiert. Israels Regierung surft 
auf einer lange nicht gekannten Welle der Zustimmung, solange sie 
Stärke zeigt - dem Feind, dem zumindest ein Teil des Schneids 
erkennbar abgekauft wird, vor allem aber der eigenen Bevölkerung, die
der terroristischen Dauerbedrohung müde ist.
In dieser Lage würde nur direkter und massiver Druck der USA auf 
Israel sowie des Iran und der großen arabischen Staaten auf die Hamas
eine Umkehr der verhängnisvollen politischen Schubkräfte bewirken. 
Doch damit ist leider nicht zu rechnen.

Pressekontakt:

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Telefon: 0541/310 207

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