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Neue OZ: Kommentar zu Parteien
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    Osnabrück (ots) - Ewige Wackelei

    Es ist nicht das erste Mal, das CSU-Spitzenmann Horst Seehofer als Tiger startet, um als Bettvorleger zu landen. Erst Aufregung schürende Bedenken gegen eine allzu feste Bindung an die FDP, jetzt überfallartig die Koalitionsaussage für die Liberalen. Die sind gut beraten, die ewige Wackelei eines Wankelmütigen mit Vorsicht zu genießen.

    In den letzten Jahren glich die CSU-Klausur in Kreuth Chaostagen, diesmal ist Regeneration verordnet. Eine tief verunsicherte weiß-blaue Truppe versucht, sich zu ordnen, und holt sich Rat von außen. Das ist nicht immer angenehm - vor allem nicht für Bayerns selbstbewussten Ministerpräsidenten Seehofer, der keinen Streit auslässt. Wahlforscher bescheinigten dem Egomanen, dass Parteienkrach die Bürger abstößt - was in mäßigen Umfragewerten deutlich zum Ausdruck kommt.

    Seehofer sollte also auch ganz persönlich in Klausur gehen. Bei den eigenen Leuten hat er gewiss nicht Punkte gesammelt, wenn er deren Fähigkeiten erst infrage stellt und nach der Demontage gnädig einlenkt. Peter Ramsauer, der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, ist eines der Opfer von Heißsporn Seehofer. Vorläufig hat Ramsauer wieder Rückendeckung. Wie lange?

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