Deutscher Philologenverband

Lob für Bildungspapier der Kultusminister aus Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen
Meidinger wiederholt Forderung nach einem Strukturreform-Moratorium

Berlin (ots) - Als inhaltlich und konzeptionell überzeugenden Gegenentwurf zu einer ideologiebasierten Bildungspolitik, die in erster Linie auf Strukturveränderungen setze, hat der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, das heute von drei Kultusministern der Union vorgelegte Grundsatzpapier zur Weiterentwicklung eines differenzierten Schulsystems bewertet.

"Chancengerechtigkeit erreicht man im Bildungswesen am besten durch individuelle Förderung jedes Einzelnen auf der einen Seite und das klare Bekenntnis zu Qualität und Leistung auf der anderen Seite! Hinter jedem Bildungszertifikat muss auch die entsprechende Befähigung stehen", betonte Meidinger.

Der Verbandsvorsitzende prognostizierte, dass die Hoffnungen, Idealvorstellungen und Illusionen, die einige Parteien in der Bildungspolitik an die Einführung von Gemeinschafts- und Gesamtschulen knüpften, bald von der empirischen Realität eingeholt und widerlegt werden würden. Meidinger unterstützte nachdrücklich die in dem Thesenpapier der Minister aus Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen erhobene Forderung, die für Bildung bereitstehenden Mittel ausschließlich in Qualitätsverbesserungen und nicht in zweifelhafte Strukturreformen zu stecken. Er bekräftigte: "Jede zudem meist politisch und nicht sachlich begründete schulische Strukturreform der letzten Jahre und Jahrzehnte hat mehr Schaden als Nutzen angerichtet. Eltern, Lehrer und Schüler haben die Nase voll von ständigen Umbaumaßnahmen und Reformen, die zudem von Bundesland zu Bundesland und von Regierungsbildung zu Regierungsbildung permanent differieren. Wir brauchen mehr Kontinuität und Verlässlichkeit in der Bildungspolitik, aber auch mehr Konzentration bei den Bildungsinvestitionen auf das Wesentliche: die Verbesserung der Unterrichtsqualität und die individuelle Förderung jedes Einzelnen!"

Zu diesem Zweck wiederholte Meidinger seine Forderung nach einem zehnjährigen Strukturreform-Moratorium in der Bildungspolitik.

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