Alle Storys
Folgen
Keine Story von Öko-Institut e.V. mehr verpassen.

Öko-Institut e.V.

Auftakt in eine neue Ära der Kreislaufwirtschaft für elektrische Fahrzeugantriebe

Auftakt in eine neue Ära der Kreislaufwirtschaft für elektrische Fahrzeugantriebe
  • Bild-Infos
  • Download

Pressemitteilung

Darmstadt, 16. Januar 2026

Auftakt in eine neue Ära der Kreislaufwirtschaft für elektrische Fahrzeugantriebe

Das Forschungsprojekt ReDriveS („Automatisierte und digitalisierte Kreislaufwirtschaftslösungen für elektrische Achsantriebssysteme“) startet in die Umsetzungsphase.

Bestehend aus 25 geförderten Partnern aus Industrie, Mittelstand und Wissenschaft – ergänzt durch assoziierte Partner aus Forschung und Wirtschaft – ist ReDriveS eines der nationalen Leuchtturmprojekte im BMWE-Fachprogramm „DNS der zukunftsfähigen Mobilität – Digital, Nachhaltig, Systemfähig“. ReDriveS hat ein Projektvolumen von mehr als 25 Millionen Euro bei über 16 Millionen Euro Gesamtförderung.

Das Vorhaben zielt darauf ab, ökonomisch tragfähige und ökologisch vorteilhafte Kreislaufwirtschaftslösungen für elektrische Achsantriebe zu entwickeln. Durch automatisierte Demontageprozesse, innovative Recyclingverfahren für Seltene-Erden-Magnete und den Einsatz digitaler Zwillinge werden branchenübergreifende Grundlagen für eine nachhaltige Elektromobilität geschaffen.

ReDriveS adressiert drei zentrale Leitthemen der Mobilitätswende: Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Systemfähigkeit.

Im Fokus stehen dabei:

  • die Entwicklung automatisierter, robotergeführter Demontagesysteme für elektrische Achsantriebe,
  • Recyclingprozesse für Seltene-Erden-Magnete (NdFeB) und andere strategische Materialien, sowie
  • der Aufbau eines digitalen Ökosystems mit digitalen Zwillingen für herstellerübergreifende Datennutzung.

Das Projekt trägt maßgeblich zur Resilienz der Wertschöpfungskette in der Elektromobilität bei und leistet einen wichtigen Beitrag dazu, künftige Recyclingquoten zu erfüllen und den CO₂-Footprint von Elektrofahrzeugen in Deutschland und Europa zu reduzieren.

Koordiniert wird das Projekt von der Schaeffler AG. Das Projekt läuft über 36 Monate und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert. Die Projektträgerschaft übernimmt die TÜV Rheinland Forschungs- und Innovationsmanagement GmbH.

Zum offiziellen Auftakt am 12. und 13. Januar 2026 trafen sich über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Konsortiums am Schaeffler Standort in Herzogenaurach, um den Start des Forschungsprojekts feierlich zu begehen. Der 12. Januar stand dabei im Zeichen des offiziellen Projektauftakts: Am Nachmittag und Abend fanden Grußworte von Stefan Heidemann (BMWE) und Keynotes aus Wirtschaft und Forschung sowie die Vorstellung des Gesamtvorhabens ReDriveS durch den Konsortialführer Schaeffler statt. Im Anschluss bot ein gemeinsames Networking-Event Raum für den persönlichen Austausch der Projektpartner. Am Vormittag des 13. Januar wurde der aktuelle Stand und die Ziele der Arbeitspakete vorgestellt. Abgerundet wurde das Programm durch den Bericht des Projektträgers und einen Ausblick auf die weiteren Schritte in der Projektumsetzung.

Mit seiner Kombination aus Automatisierung, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft steht ReDriveS exemplarisch für die Transformation der deutschen Automobilindustrie hin zu nachhaltigen, datengetriebenen und ressourceneffizienten Produktionssystemen. Die Ergebnisse des Projekts sollen nach Abschluss in industrielle Anwendungen überführt und als Branchenlösung für OEMs, Zulieferer und Recycler nutzbar gemacht werden.

Das Öko-Institut ist in ReDriveS verantwortlich für die ökologische Bewertung aller entwickelten Aufbereitungs- und Recyclingprozesse für elektrische Achsantriebe mittel normgerechter Ökobilanzen. „Die Separierung und das Recycling von Permanentmagneten über die ReDriveS-Prozesse ist essenziell für die Stärkung der Resilienz Deutschlands durch Reduzierung der Rohstoffanhängigkeit von Drittstaaten außerhalb der EU und für einen insgesamt geringeren ökologischen Fußabdruck“, sagt Dr. Matthias Buchert, Projektleiter am Öko-Institut.

Beteiligt am Projekt ReDriveS sind unter anderem Schaeffler AG, AVL Software and Functions GmbH, Circu Li-Ion, EKS InTec GmbH, FEV, FFT Produktionssysteme, Fraunhofer IPA, Fraunhofer LBF, Hochschule Pforzheim, LPKF Laser & Electronics SE, Lehrstuhl FAPS der FAU Erlangen-Nürnberg, msg for automotive, Öko-Institut, Robert Bosch GmbH, The Battery Lifecycle Company GmbH (BLC), TU Bergakademie Freiberg, TU Clausthal – IEVB, TU Clausthal – IGMR, Volkswagen AG.

Ansprechpartner am Öko-Institut

Dr. Matthias Buchert

Leiter des Institutsbereichs

Ressourcen & Mobilität

Öko-Institut e.V., Büro Darmstadt

Telefon: +49 6151 8191-147

E-Mail: m.buchert@oeko.de

Das Öko-Institut ist seit seiner Gründung vor mehr als 40 Jahren eine der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungseinrichtungen für eine nachhaltige Zukunft. Es erarbeitet Grundlagen und Strategien, wie die Vision einer nachhaltigen Entwicklung global, national und lokal umgesetzt werden kann. Das Institut ist an den Standorten Freiburg, Darmstadt und Berlin vertreten.

oeko.de | Podcast | Blog | Bluesky | Instagram | Onlinemagazin

Öko-Institut
Mandy Schoßig
Öffentlichkeit & Kommunikation
Borkumstraße 2
D-13189 Berlin
Tel: +49 30 405085-334 
m.schossig@oeko.de
Weitere Storys: Öko-Institut e.V.
Weitere Storys: Öko-Institut e.V.
  • 22.12.2025 – 11:00

    Abgeschwächtes Verbrenner-Aus riskiert Technologieklarheit

    Pressemitteilung Berlin, 22. Dezember 2025 Abgeschwächtes Verbrenner-Aus riskiert Technologieklarheit Vergangene Woche hat die EU-Kommission einen neuen Vorschlag für die Verordnung über Flottenzielwerte – das sogenannte Verbrenner-Aus – vorgestellt. Darin werden die Zielwerte für 2035 abgeschwächt. Für den Klimaschutz, aber auch für die Zukunft der Automobilindustrie ist das ein falsches Signal, konstatiert ...

  • 18.12.2025 – 11:01

    E-Lkw: Neue Fallstudien zeigen Lösungen für Fernverkehr und Depots

    Pressemitteilung Berlin, 18. Dezember 2025 E-Lkw: Neue Fallstudien zeigen Lösungen für Fernverkehr und Depots Zwei neue Fallstudien des Öko-Instituts kommen zu dem Ergebnis, dass die Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs grundsätzlich technisch machbar ist – sowohl im Fernverkehr als auch bei der vollständigen Elektrifizierung großer Lkw-Depots. Die ...

  • 09.12.2025 – 12:00

    Expertenkommission: mehr Anstrengungen für die Energiewende nötig

    Pressemitteilung der Expertenkommission zum Energiewende-Monitoring Berlin, 9. Dezember 2025 – SPERRFRIST 9.12.2025, 15 UHR – Expertenkommission: mehr Anstrengungen für die Energiewende nötig Die Expertenkommission zum Energiewende-Monitoring sieht drei zentrale Handlungsfelder, die in den kommenden Jahren politisch stärker in den Fokus rücken sollten. Erstens ...