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WAZ: Kein zweiter Aufstand - Kommentar von hendrik Groth

Essen (ots)

Die Bilder sind eindrucksvoll. Man denkt an den
Volksaufstand der Ungarn 1956, macht sich die Forderungen nach 
Rücktritt des Ministerpräsidenten zu eigen, denn der Regierungschef 
hat dreist gelogen und so schäbig seine Wahl gesichert. Junge 
Demokratien brauchen verantwortliche Politiker und keine Lügner. Doch
was hat Ministerpräsident Gyurcsany genau getan?
 Er ist intern mit sich und seiner Partei ins Gericht gegangen. Das 
wurde öffentlich gemacht und hat Unruhen ausgelöst. Rechtsextremisten
schlugen zu, Volkswiderstand war das nicht. Fakt ist, dass Ungarn 
über seine Verhältnisse lebt. Der Staat ist hochverschuldet und muss 
die Defizite drastisch senken. Bislang haben alle demokratisch 
gewählten Regierungen der Bevölkerung diese bittere Wahrheit 
vorenthalten. Auch der Premier im Wahlkampf. Mit Hilfe von 
Kraftausdrücken das Ruder jetzt herumreißen zu wollen, ist nicht 
unbedingt ein Beleg politischer Führungskraft. Nach Krawallen 
einzuknicken, kann aber auch nicht die Antwort der Regierung sein. 
Und die Opposition sollte ihre Worte wägen, anstatt dem Mob die Bälle
zuzuspielen.

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