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WAZ: Die Risiken tragen letztlich die Bürger - Kommentar von Stefan Schulte zu den Stadtwerken

Essen (ots) - Jahrzehntelang haben Stadtwerke im Ruhrgebiet verlässlich ihre klammen Städte, vielerorts auch die Verkehrsbetriebe gestützt. Dass nun die Stadt Duisburg 200 Millionen Euro aufnehmen muss, um ihre Tochter zu retten, ist an Dramatik kaum zu überbieten. Das sich bisher gegenseitig stützende Kartenhaus fällt in sich zusammen. Die Energiewende sei daran schuld, meint Duisburgs OB Sören Link. Doch da macht er es sich viel zu einfach.

Richtig ist: Der Ausbau des Ökostroms macht Kohlekraftwerke immer unrentabler. Richtig ist aber auch: Das weiß man nicht erst seit gestern, sondern seit Jahren - und damit auch um die Gefahr für die Stadtwerke. Dass sie zugleich die Verluste der Verkehrsbetriebe auffangen müssen, ist hausgemacht und hat nichts mit der Energiewende zu tun. Die Beteiligung am Kohleverstromer Steag macht die Risiken nicht eben geringer. Risiken, die am Ende allein die Bürger tragen.

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