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WAZ: Fünf harte Jahre für die Städte. Kommentar von Walter Bau

Essen (ots) - Die Mitglieder der Stadt- und Gemeinderäte, die gestern gewählt wurden, sind um ihre künftige Arbeit nicht zu beneiden. Es ist absehbar, dass in vielen Städten im Ruhrgebiet - und nicht nur dort - die Stunde der bitteren Wahrheit bevorsteht. Fast überall sind die städtischen Kassen leer, die halbwegs sozialverträglichen Sparoptionen weitgehend ausgeschöpft. Jetzt geht es ans Eingemachte. Streichen statt gestalten, so lautet nun noch stärker das Motto der Lokalpolitik. Kein Wunder, dass die Parteien in immer mehr Kommunen schon jetzt Probleme haben, noch Mitglieder zu finden, die sich für die ehrenamtliche und oft undankbare Arbeit als Ratsfrau oder Ratsherr begeistern lassen. Dabei wären gerade in dieser prekären Situation frische Ideen und unverbrauchte Kräfte wichtig. Statt sich zum Beispiel die raren neuen Industrieprojekte, Gewerbeansiedlungen oder Messen gegenseitig abzujagen, sollten die Stadtpolitiker lieber neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit über kommunale Grenzen hinweg ausloten. Die nächsten fünf Jahre in den Lokalparlamenten dürfen nicht mit eigensinniger Kirchturmpolitik vertan werden.

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