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WAZ: ADAC braucht neue Führung - Kommentar von Dietmar Seher

Essen (ots) - Leugnen. Beißen. Rückzüge in Raten. Dann: verzögertes Abtreten. Deutschlands Skandal-Fahrpläne sind präzise wie ein Uhrwerk. Abgetreten ist Präsident Meyer zwar noch nicht. Das wird, das muss kommen. Dass er Rettungshelis frech als Flugbereitschaft missbraucht und es arrogant verteidigt, dürfte ihm den Rest geben.

Der Unterschied zum Sturz ganzer Politikerjahrgänge liegt im zwiespältigen Verhältnis der Deutschen zum "Club". 18 Millionen Mitglieder mögen die "gelben Engel", den Rabatt an der Tankstelle, die Schutzbrief-Hilfe. Man fühlt sich gut in der großen Autofamilie.

Weniger mögen die Millionen den Verdacht, einen riesigen Wirtschaftskonzern unter Regie eines Altherrenteams zu bezahlen.

Unter der nötigen neuen Führung sind Interessenvertretung und Konzernaktivität zu entkoppeln. Das ist zwingend. Sonst war's das mit dem Club und seiner Gemeinnützigkeit.

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