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19.11.2013 – 05:00

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

WAZ: VRR will für Zeitkarteninhaber elektronische Kontrollen beim Ein- und Ausstieg

Essen (ots)

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) plant nach Informationen der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Dienstagausgabe) die Einrichtung eines völlig neuen Kontroll- und Zugangssystems für seine 1,4 Millionen Kunden, die täglich mit Zeitkarten per Bus und Bahn im Ruhrgebiet und in den angrenzenden Regionen unterwegs sind. Vorbild: Anders als heute zum Beispiel bei Ticket 1000 oder 2000 müssen die Karteninhaber dann bei jeder einzelnen Fahrt an elektronischen Erfassungsgeräten ein- und auschecken.

Die VRR-Verantwortlichen wollen Fahrgästen zunächst gezielter Informationen übermitteln können, so im Fall von Verspätungen. Langfristig sei an einen neues "gerechteres" Preissystem gedacht - zum Beispiel mit kilometergenauen oder zeitabhängigen Abrechnungen, sagte VRR-Sprecher Johannes Bachteler der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ).

Das Projekt, das in der Gelsenkirchener VRR-Zentrale unter dem Begriff "Elektronisches Fahrgeldmanagement 3" erarbeitet wird, ist derzeit Gegenstand einer Machbarkeitsstudie. Fällt diese positiv aus und stimmen die Gremien des Verbundes zu, in denen die Kommunen vertreten sind, soll das Vorhaben ab Frühjahr 2014 in den Städten Duisburg, Mülheim und Essen Pilottests unterzogen werden. "Wir wollen Vorteile und Nachteile abwägen", sagt Bachteler. Es gebe noch "viele offene Fragen". So würden mögliche "Komfort-Nachteile" für die Kunden genau überprüft, das gelte auch für Datenschutz-Fragen.

"Die Einführung eines obligatorischen Check-in-/Check-out-Systems für Zeitkarteninhaber ist weder notwendig noch sinnvoll", kritisiert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) die VRR-Pläne. Zu den Nachteilen zählt nach VCD-Ansicht nicht nur die Bildung von Schlangen vor den Erfassungsautomaten während der Stoßzeiten. Kunden könnten auch "bis zu zwölfmal am Tag dem Druck ausgesetzt sein, mit zusätzlichen Kosten belastet zu werden". Funktioniere die Erfassung nicht, könne man bei Kontrollen schnell als Schwarzfahrer mit 40 Euro zur Verantwortung gezogen werden. Diese Erfahrung hätten Bus- und Bahn-Kunden in den Niederlanden machen müssen.

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