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WAZ: Gleiche Chancen bei der Jobsuche. Kommentar von Birgitta Stauber-Klein

Essen (ots) - Wer wird denn schon auf eine gute Arbeitskraft verzichten, nur weil der junge Mann auf dem Foto so dunkles Haar trägt und einen Namen hat, der nicht gerade nach typisch deutscher Sozialisation klingt? Wer wird der jungen, adretten Frau mit den Topzeugnissen unterstellen, sie werde kurz nach der Einstellung schwanger werden, in Erziehungsurlaub gehen, vom Elterngeld leben und womöglich ab 2013 den Verlockungen des Betreuungsgeldes erliegen?

Kann sich doch kein Unternehmen leisten, in diesen Zeiten des Fachkräftemangels, rufen vollmundig die Unternehmer.

Und doch passiert es Jobsuchenden immer wieder, wenn sie nicht dem typischen Arbeitgeber-Ideal entsprechen. Der männliche, nicht zu alte Deutsche zieht im Zweifel an 55-Jährigen, an Frauen, Migranten oder auch Behinderten vorbei.

Doch was die Fakten belegen, weisen die Arbeitgeber weit von sich. Sie wollen sich bei der Stellenbesetzung nicht ins Handwerk pfuschen lassen. Weder durch eine Frauenquote noch durch das Gebot, sich nicht von Fotos, Herkunft oder Geschlecht beeinflussen zu lassen.

Ein Arbeitgeber soll ja nicht unbesehen jemanden einstellen. Es geht lediglich um die Chancengleichheit bei der ersten Hürde: die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.

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