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WAZ: Verbote sind nötig - Kommentar von Daniel Freudenreich

Essen (ots) - Gemeinsame Auftritte sind gut. So kann man ein Anliegen verstärkt nach außen transportieren. Wenn sich aber die Suchtexpertin der FDP einmütig mit der Bierlobby gegen strengere Gesetze gegen Alkoholmissbrauch wehrt und mehr Aufklärung fordert, hat das einen schalen Beigeschmack. Die Motive der Bierbrauer sind naheliegend. Zu Recht wollen sie nicht die Sündenböcke sein, wenn sich Jugendliche die Kante geben. Daran sind sie nicht schuld - nur weil sie Bier herstellen. Und wenn sie zur Prävention bei Heranwachsenden beitragen, dann ist das gut fürs Image und tut dem Geschäft nicht sonderlich weh. Von der FDP aber muss mehr kommen als von den Brauern. Wer den Alkoholmissbrauch nachhaltig bekämpfen will, muss auf drei Dinge setzen: zunächst auf Prävention und Einhaltung der bestehenden Regeln. Das tut die FDP. Es gehören aber auch Sanktionen und Verbote dazu. Hier sträuben sich die Liberalen. Warnhinweise, höhere Alkoholsteuern, Nachtverkaufsverbot? "Um Gottes Willen, trifft die Falschen." Mit Reden allein kann man aber die Jugendlichen nicht vom Trinken abhalten.

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