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WAZ: Goldgräber mit Risikoprofil - Kommentar von Frank Meßing

Essen (ots) - Die Städte kommen nur aus der Schuldenfalle, wenn sie ihre Einnahmequellen vergrößern. Das geht am besten auf dem Energiesektor mit seinen hohen Renditen. Und die Rekommunalisierung ist in vollem Gang: Ein Stadtwerke-Verbund übernahm die Mehrheit am Kraftwerksbetreiber Steag, andere beteiligten sich am Hammer Kraftwerk. Nun greifen die Städte auch auf ihre Stromnetze zurück. Wer den Ruf nach mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt mit seinen marktbeherrschenden Strukturen ernst meint, kann die Kommunen schlecht kritisieren, dass sie sich an dieser Goldgräber-Stimmung beteiligen. Wenn sie denn dabei die Risiken zu bewältigen wissen: Ein stabiles Stromnetz ist ein Wert an sich. RWE mit seinem großen Apparat machte da bislang einen guten Job. Beim Buhlen um Konzessionen und Verlängerungen hat sich RWE im vergangenen Jahr Verträge für 477 000 Einwohner neu gesichert. Gerade im ländlichen Raum halten die Gemeinden also an der Zusammenarbeit fest. Wenn sich der Riese bei den Verhandlungen mit großen Städten bewegen muss, kann das den Verbrauchern am Ende nur nutzen.

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