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WAZ: Beerdigung eines Hirngespinsts. Kommentar von Frank Meßing

Essen (ots) - Es war ein Hirngespinst, 53 Ruhrgebietsstädte zu einer Mega-Metropole fusionieren zu wollen. Viel zu lange hat diese Geister-Diskussion Kräfte gebunden und Perspektiven versperrt. Selbst den Plan für einen Regierungsbezirk Ruhr ließ Ministerpräsident Rüttgers kurz nach seiner Wahl in der Schublade verschwinden. Seine Nachfolgerin Kraft macht keine Anstalten, ihn da wieder herauszuholen.

Die Ruhrstadt ist tot. Zusammenarbeit ist aber auch jenseits eines bürokratischen Molochs möglich. Dazu müssen die Städte aber auch bereit sein. Allzu lange haben sie sich gegenseitig nicht das Schwarze unter dem Fingernagel gegönnt. Die maroden Finanzen und die hellwache Konkurrenz zwingen die Städte zur Kooperation. Die Rheinschiene, Aachen, aber auch Ostdeutschland graben dem Ruhrgebiet zusehends wirtschaftlich das Wasser ab.

Die Beerdigung der Ruhrstadt durch einige Wirtschaftsförderer kommt zur rechten Zeit. Sie könnten den Oberbürgermeistern als gutes Beispiel dienen. Denn auch in den 53 Verwaltungen gibt es eine Menge Potenzial für Kooperationen - wenn man denn will.

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