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WAZ: Multikulturelle Nationalelf - Vorbild Fußball - Leitartikel von Frank Lamers

Essen (ots) - Harald Schmidt hat 1998 das WM-Aus für die Nationalelf darauf zurückgeführt, dass Deutschland beim Sammeln von Kolonien versagt habe. Das war hinterhältig. Und politisch nicht korrekt. Es schien damals nur ein wahrer Kern darin zu stecken. Franzosen und Niederländer brillierten. Doch es braucht keine kolonialistische Vergangenheit, um Fußball zu beleben. Für Deutschland werden die Kinder der integrativen Gesellschaft bei der WM in Südafrika auflaufen. Türkischer, spanischer, ghanaischer, tunesischer, nigerianischer Hintergrund, Spätaussiedler-Hintergrund: Die Nationalelf spiegelt nicht die Verhältnisse im Land, sie übertreibt sie. In der Nische Sport ist Teilnehmen an der Gesellschaft eben auf direktere Weise möglich, als zum Beispiel in den Räumen der Wissenselite. Und vorbildlich ausgeleuchtet ist diese Nische außerdem auch noch.

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