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WAZ: Von der Leyen, Köhler, die Neuen - Merkel zeigt Stärke - Leitartikel von Ulrich Reitz

    Essen (ots) - Die Kanzlerin hat ihre erste handfeste Kabinettskrise nach dem Motto gelöst: In jeder Krise steckt eine Chance. Nämlich die, einen unhaltbar gewordenen, innen wie außen als schwach wahrgenommenen Minister nicht einfach nur loszuwerden, sondern auch sehr schnell für relativ überzeugenden Ersatz zu sorgen. Ursula von der Leyen fühlte sich nach den Jahren im Familienministerium ohnehin zu Höherem berufen. In der Löwenhöhle Arbeitsministerium kann sie nun zeigen, was sie drauf hat. Das Milliardendefizit der Bundesanstalt für Arbeit, die immer schwerer werdende Finanzierung der Renten, die wachsende Altersarmut - für die drahtige Multi-Mutter gibt es wahrlich genug zu tun. Kristina Köhler ist eine echte Überraschung und ein deutliches Signal. Die CDU will jünger, weiblicher und emanzipierter werden. Die Doktorin der Soziologie hat sich ihren Bundestagswahlkreis gegen die "rote Heidi" Wieczorek-Zeul direkt erkämpft, was nur schafft, wer Wähler zu überzeugen vermag. Schlank, sportlich, ehrgeizig, unverstellt und konservativ - Köhler ist fortan das Gesicht einer neuen CDU, die so gut wie nichts mehr Muffiges an sich hat.

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