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WAZ: Sat.1 braucht kein Mensch - Kommentar von Frank Preuß

    Essen (ots) - Würden Sie Sat.1 vermissen? Oder ProSieben? Ist die Auswahl an krawalligen Sendeformaten nicht groß genug? Sucht der Bauer nicht seine Frau bei RTL? Und Bohlen den Superstar? Wenn ProSieben und Sat.1 aufgeben müssten, passiert: nichts.

      So fernsehsüchtig die Deutschen sein mögen: Beim Sender können
sie nicht ernsthaft glauben, dass irgendwer tiefer ins Portmonee
greift, um talentresistenten Laiendarstellern zuzusehen, die als
"Niedrig und Kuhnt" ermitteln. Oder den exhibitionistischsten
Schreihälsen, nur weil eine tief dekolletierte Superblondine sie
ankündigt.

      Die Drohung, "Vielfalt" werde es im Fernsehen bald nicht mehr
geben, ist der Witz, den die Politiker schon bei der Einführung des
Privatfernsehens als solchen nicht erkannten. Vielfalt? Zu sehen ist
Programmersatzstoff.

      Wenn niemand extra zahlt, bleibt nur der Gebührentopf. Dass Sat.1
und Co. zu gerne daraus naschen würden, kann man ihnen nicht einmal
verübeln. Zumal die Öffentlich-Rechtlichen bei dem Versuch, die
Privaten zu kopieren, alles unternehmen, um die Frage zu provozieren:
Mit welchem Recht kassieren die eigentlich Geld von uns?

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