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WAZ: Ein Konzept für Energie - Kommentar von Thomas Wels

    Essen (ots) - Seit der Finanzkrise wissen wir: Nicht alles, was an der Börse geschieht, hat zu tun mit der wirklichen Welt. Dennoch gaben die gestrigen Kursentwicklungen bei Unternehmen der Energiebranche einer bestimmten Erwartung nach dem Regierungswechsel Ausdruck: Weniger Öko-Förderung, mehr Atomstrom. Wenn's ums Geld geht, sehen Börsianer eben schwarz-weiß. Es geht allerdings um deutlich mehr als nur ums Geld. Es geht darum, endlich ein vernünftiges Energie- und Klimaschutzkonzept aufzulegen. Eines, das die hohen Klimaschutzziele verbindet mit einem widerspruchsfreien Plan, wie diese umzusetzen sind. Deutschland will bis 2020 40 Prozent Kohlendioxid einsparen - wenn die EU 30 Prozent schafft. Das ist ein Wort mit Folgen für den Strompreis: je nachdem, mit welchem Mix aus erneuerbaren Energien, aus Atom oder Kohle Deutschland das Ziel erreichen soll. Das Land ist bislang nicht schlecht gefahren mit seiner Förderpolitik. Jetzt geht es darum, darauf aufzubauen. Wenn längere Akw-Laufzeiten helfen, Einsparziele ohne Wettbewerbsverzerrung zu erreichen - dann los.

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