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CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag

Joachim Herrmann fordert Mindeststeuersätze in ganz Europa
Nicht mit deutschen Steuergeldern hier Arbeitsplatzabbau bezahlen

München (ots)

"Es kann nicht sein, dass wir mit deutschen
Steuergeldern die Vernichtung von Arbeitsplätzen in Deutschland
bezahlen." Mit diesen Worten wandte sich der Vorsitzende der
CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, Joachim Herrmann, gegen
EU-Subventionen, die reine Arbeitsplatzverlagerungen in die östlichen
EU-Beitrittsländer auslösen würden. "Der Wirtschaftskraft Europas
hilft es nichts, wenn durch reine Mitnahmeeffekte Arbeitsplätze an
einer Stelle abgebaut und woanders wieder neu aufgebaut werden", so
Herrmann.
Der CSU-Politiker forderte deshalb insbesondere für Unternehmen
Mindeststeuersätze in den europäischen Mitgliedsstaaten, die nicht
unter 25 Prozent liegen sollten. "Es können nicht einige Länder
unrealistische Dumpingsteuersätze erheben und das Defizit durch
Transferleistungen aus der EU-Kasse ausgleichen." Die Beitrittsländer
müssten eigene Anstrengungen unternehmen, um neben der Unterstützung
durch die EU auch mit eigener Kraft auf die Beine zu kommen. Dass der
deutsche Steuerzahler die Vernichtung der eigenen Arbeitsplätze
bezahle, sei inakzeptabel.
Herrmann forderte die Bundesregierung auf, die deutschen
Interessen stärker zu vertreten. "Diese Bundesregierung schadet
Deutschland doppelt. Zuerst schädigt sie den Standort durch eine
schlechte Wirtschaftspolitik. Und dann vertritt sie die Interessen
unseres Landes in Europa zu schwach", sagte der Fraktionschef. Es sei
schwer verständlich, dass Deutschland in der Wirtschaftskraft immer
weiter absinke und trotzdem einer der größten Nettozahler in der EU
bleibe. "Die Iren sind zum Beispiel EU-Empfängerland, obwohl sie mehr
Bruttosozialprodukt je Einwohner erwirtschaften als die Deutschen",
stellte Herrmann fest. Diese Debatte, die geführt werden müsse, dürfe
aber nicht dazu führen, dass Deutschland in seinen Anstrengungen,
wieder an die Spitze zu kommen, nachlasse.
Die östlichen Nachbarn hätten durch die niedrigen Löhne ohnehin
schon einen massiven Wettbewerbsvorteil. "Wenn dann noch mit
deutschen Steuergeldern die dortigen niedrigen Steuersätze finanziert
werden, wird es dreifach problematisch", sagte Herrmann. Denn dies
mache die Steuern dort niedrig und hier in Deutschland zusätzlich
höher.

Pressekontakt:

Franz Stangl
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit
CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag
Maximilianeum
81627 München
Telefon: +49 (89) 41 26-24 96
Telefax: +49 (89) 41 26-17 87
E-Mail: franz.stangl@csu-landtag.de
Weitere Infos unter www.csu-landtag.de

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