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Berliner Morgenpost: Berliner Morgenpost: "Boulevard der Stars" in Berlin geplant

    Berlin (ots) - Berlin - Was in Los Angeles Touristen magisch anzieht, soll nun auch eine Attraktion in der deutschen Kinohauptstadt Berlin werden: ein „Walk of Fame“ fĂĽr die groĂźen Sterne von Film und Fernsehen. Das berichtet die Berliner Morgenpost (Freitag). Fritz Lang und Erich von Stroheim, Marlene Dietrich und Romy Schneider, Heinz RĂĽhmann und Hans Albers – viele unterschiedliche Persönlichkeiten haben das Gesicht des deutschen Kinos geprägt. Und es ist an der Zeit, ihnen ein Denkmal zu setzen, einen Wandelgang der Erinnerung. Der „Boulevard der Stars“, wie er in Berlin heiĂźen wird, soll entlang der Gehwege im neuen Stadtzentrum verlaufen, am Potsdamer Platz, im Herzen Berlins. Er soll den prominenten KĂĽnstlern vorbehalten sein, die das deutschsprachige Kino in 100 Jahren hervorgebracht hat; aber auch Plaketten fĂĽr herausragende Fernsehpersönlichkeiten sind vorgesehen. Vorbild ist der Hollywood Boulevard von Los Angeles, auf dem Amerika rund um das legendäre GraumanÂ’s Chinese Theatre seit 1960 seine Helden des Entertainment mit Ehrenplaketten in Form eines goldglänzenden Sterns ehrt. Mehr als 2000 Namen wurden dort bisher auf den BĂĽrgersteigen verewigt, von Greta Garbo, Clark Gable, Marilyn Monroe bis zur Trickente Donald Duck. Jährlich kommen 20 bis 25 neue Namen hinzu. Verwaltet wird der „Walk of Fame“ in Los Angeles vom „Hollywood Historic Trust“, der Vorschläge ĂĽber Neuzugänge annimmt – und fĂĽr seine Dienstleistung eine GebĂĽhr von 15000 Dollar erhebt. Das Berliner Projekt ist eine Initiative der Freunde und Förderer des Filmmuseums Berlin mit Sitz am Potsdamer Platz und soll nach mehrjähriger Vorbereitung nun realisiert werden. Heute kommt in Berlin die Jury zusammen, die aus vier EntwĂĽrfen eines Wettbewerbs zur Gestaltung des „Boulevard der Stars“ den besten Entwurf fĂĽr die Gehwegplatten heraussuchen soll; am Dienstag wird der Sieger der Ă–ffentlichkeit vorgestellt. Die ersten zwölf Namen, die bereits feststehen sollen, könnten schon Anfang kommenden Jahres – passend zu den Internationalen Berliner Filmfestspielen – rund um das Filmmuseum verewigt werden.

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