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21.11.2013 – 14:19

hannoverimpuls GmbH

Innovationstreiber Kreativwirtschaft: Neue Impulse für die zukünftige Wirtschaftsförderung aus Hannover

Hannover (ots)

Hannover, 21. November 2013 Seit etwa zehn Jahren verfolgen die meisten Wirtschaftsfördereinrichtungen ambitionierte Clusterstrategien mit dem Ziel, die Standorte innovativer und wettbewerbsfähiger zu machen, so auch in Hannover. Doch wie erfolgreich ist diese "Innovationspolitik" tatsächlich - und wo geht sie aktuell hin? Gerade in den letzten Jahren sind zahlreiche neue Formen der Förderung und Finanzierung, neue Arbeits- und Managementmethoden entstanden, welche die Gründungs- und Förderkultur deutlich verändern werden, so das Resümee beim zweiten Kongress zur "Zukunft der Wirtschaftsförderung" von hannoverimpuls.

Auf Einladung des regionalen Wirtschaftsförderers trafen sich am gestrigen Mittwoch rund 200 ExpertenInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Wirtschaftsförderung aus dem ganzen Bundesgebiet, um die - teils unkonventionellen - aktuellen Trends der Wirtschafts- und Clusterförderung einem Realitäts-Check zu unterziehen. Denn deren Methoden und Möglichkeiten, im Besonderen jene der Gründungsförderung, sind in den letzten Jahren deutlich vielfältiger geworden. "Unser Erfahrungen aus der täglichen Beratungspraxis zeigen: Neue Förder- und Finanzierungsformen wie Crowdfunding und -investing, frische Gründungskonzepte wie Lean Startup oder neue Arbeitsmodelle wie Design Thinking oder Co-Working sind keine Modeerscheinungen, sondern lebendiger Ausdruck einer sich grundsätzlich wandelnden Gründungs- und Förderkultur", so Ralf Meyer, Geschäftsführer von hannoverimpuls. In drei Themenforen gingen ausgewiesene Experten, wie zum Beispiel Denis Bartelt, CEO von Startnext, der größten deutschen Crowdfunding-Community, diesen Trendthemen auf den Grund, bevor in einem "Kreativ-Labor" die Relevanz für die praktische Arbeit von Wirtschaftsförderern in ganz Deutschland herausgearbeitet wurde.

Eine besondere Rolle kam dabei der Kreativwirtschaft zu, die seit drei Jahren auch zu den geförderten Fokusbranchen von hannoverimpuls zählt - und die mit dem kre|H|tiv-Netzwerk Hannover eine große Dynamik entfaltet hat. Bereits 250 Unternehmen aus der Branche sind im Netzwerk organisiert, bei steigender Tendenz. Wenn es nach dem hannoverschen Oberbürgermeister Stefan Schostok geht, soll dies auch so bleiben, da er sich dafür einsetzen will, dass das Netzwerk auch über das Jahr 2014 hinaus öffentlich unterstützt wird. "Das große Potenzial der hannoverschen Kreativbranche muss durch weitere Vernetzung der Akteure untereinander, aber auch mit einem Brückenschlag zu den klassischen Branchen stärker erschlossen werden", sagte Schostok, der eine starke "kreative Klasse" am Standort fördern will.

Viele der neuen Finanzierungsmethoden und Managementformen, wie etwa das Crowdfunding oder das Co-Working, wurden von jungen, kreativen Unternehmen als erstes realisiert, im Netzwerk selbst konnten zudem zahlreiche Projekte initiiert werden. "Die Kreativwirtschaft hat mit Sicherheit Vorbildcharakter in Bezug auf frische Ideen und cross-sektorale Zusammenarbeit auch über Unternehmens- und Branchen-grenzen hinweg", so Ralf Meyer. Viele etablierte Unternehmen würden sich mehr "Startup-Kultur" wünschen und könnten von den neuen, kreativen Ansätzen profitieren. "Die Kreativbranche ist ein guter Innovationsmotor auch für die anderen Branchen."

Mehr clusterübergreifende Vernetzung forderte auch Prof. Dr. Michael Hüther in seinem Keynote-Vortrag zur Innovationspolitik. Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft aus Köln sieht besonders an den Hochschulen großes Potenzial: Wünschenswert seien neue Finanzierungsmodelle wie in den USA, die es den Hochschulen selbst ermöglichen würden, potenzielle Gründer besser zu unterstützen, sowohl bei der Planung als auch bei der finanziellen Organisation.

Die Veranstaltungsreihe zur "Zukunft der Wirtschaftsförderung" fand in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal statt. "Die Grenzen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und kreativen Projekten verschwimmen immer mehr, hier ist die Wirtschaftsförderung zusehends als Vermittler und Schnittstelle gefragt", fasste Prof. Dr. Rolf G. Heinze von der Ruhr-Universität Bochum und wissenschaftlicher Schirmherr der Veranstaltung, zusammen. "Denn ohne Kontakte zu den etablierten Unternehmen werden es viele Kreativschaffende schwer haben, ihre Nische zu verlassen."

Pressekontakt:

hannoverimpuls GmbH
Markus Berg
Tel. 0511 300 333-17
Markus.Berg@hannoverimpuls.de
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