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Exklusiv in HÖRZU: Die "Polizeiruf 110"-Stars Peter Kurth und Peter Schneider über ihren letzten TV-Einsatz: "Wir würden fast alles tun, damit unser 'Polizeiruf 110' weitergeht"

Hamburg (ots)

Als die Krimireihe "Polizeiruf 110" 2021 50 wurde, etablierte der MDR Peter Kurth und Peter Schneider als neues ostdeutsches Ermittlerduo Henry Koitzsch und Michael Lehmann in Halle. Ihr erster Fall "An der Saale hellem Strande" erreichte 7,8 Millionen Zuschauer. 2024 erzielte Fall 2 "Der Dicke liebt" mit 26,6 Prozent Marktanteil einen noch höheren Wert (Fall 1: 25,9 Prozent). Am 15.2. ermitteln Kurth und Schneider letztmalig im Krimi "Der Wanderer zieht von dannen". Exklusiv in HÖRZU (EVT: 6. Februar) verraten die Schauspieler, warum sie aufhören.

Die Stars auf die Frage ...

... warum sie aufhören:

- "Ich weiß es ehrlich gesagt nicht so richtig. Ich habe im Januar 2025 aus der Presse erfahren, dass es wohl so geplant war: nur drei Filme. Ich war überrascht, da ich ursprünglich für eine Reihe

angefragt worden war - Reihe heißt ja nicht automatisch Trilogie. Ich verstehe es vor allem nicht, weil es gerade diese 'Quote Ost'-Bewegung gibt, wo man sagt: 20 Prozent der Bevölkerung sind ostsozialisiert, also sollten Geschichten über den Osten beziehungsweise Menschen, Städte und Krimifälle im Osten auch von Leuten erzählt werden, die hier sozialisiert wurden. Da sind wir ein super Beispiel: Das ganze Team kommt von hier und hat eine andere Sicht auf die Menschen, die hier leben. Und es war ein Erfolg, wir haben Preise bekommen. Eigentlich könnte der MDR stolz sein." (Peter Schneider)

- "Von der Kommunikation her lag da einiges im Argen. Ich hatte noch in Erinnerung, dass es hieß: Nach drei oder vier Fällen reden wir noch mal darüber. Aber dieses Gespräch fand einfach gar nicht statt." (Peter Kurth)

... ob die Entscheidung über ihr finales TV-Aus endgültig ist:

- "Der Käse ist nie gegessen! Es ist Gott sei Dank ein öffentlich-rechtliches System: Es wird vom Volk finanziert. Dieses System ist dafür gemacht, dass man sich ein paar speziellere Geschichten leisten kann. Kein Politiker schickt einen Zettel an den MDR mit der Auflage, unseren "Polizeiruf' abzusetzen." (Peter Schneider)

... ob überhöhte Gagen eventuell der Grund für die Entscheidung des MDR war:

- "Nein, bestimmt nicht. Für den 'Polizeiruf' arbeiten wir zu üblichen ARD-Tagessätzen. Um den dritten Fall überhaupt drehen zu können, waren alle im Team sehr kompromissbereit. Auch Peter und ich. Es gibt Leute, die viel, viel mehr verdienen. Ich bin da im unteren Bereich. Es liegt eher an unseren Fällen: Es gibt viele Locations, viele Leute. Wenn du im Studio 45 Minuten Verhör drehst, ist das billiger. Ein normaler 'Polizeiruf' liegt bei 1,2 bis 1,7 Millionen, unser Budget war bestimmt nur etwas höher." (Peter Schneider)

... das Argument des MDR, dass sich die Reihe mit Kurth und Schneider als "Trilogie" von längeren Reihen positiv abhebe:

- "Das ist vor allem nicht logisch, weil wir es nie als Trilogie empfunden haben. Es hieß, wir machen vier Fälle - und dann reden wir darüber, wie es weitergeht. Aber stattdessen haben wir den eigentlich dritten Fall vor 'Der Wanderer zieht von dannen' übersprungen. Wir haben die Reihe nie unter den Aspekt gemacht, eine Trilogie zu drehen - sondern unter dem Aspekt, eine Reihe mit den beiden tollen Autoren und dem tollen Regisseur zusammen zu produzieren." (Peter Schneider)

... auf die Frage, ob es nicht gerade 2026, im Jahr der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, einer AfD-Hochburg, wichtig wäre, in Halle als Ermittler präsent zu bleiben?

- "Das waren auch meine Argumente. Es ist total wichtig, in Halle vor Ort zu bleiben, die Stimmung dort einzufangen. Auch aus politischen Gründen. Manchmal denke ich, es geht nicht um Inhalte, es geht nur um Quoten." (Peter Schneider)

... auf die Frage, ob sie beim "Polizeiruf 110" weitermachen würden, falls sich der MDR doch noch für eine Fortsetzung entscheidet:

- "Auf jeden Fall! Ich würde alles dafür tun, damit wir weitermachen können." (Peter Schneider)

- "Bei 'alles' zucke ich ein bisschen - aber ja. Fast alles!" (Peter Kurth)

Alle Zitate und Infos nur bei Nennung der Quelle HÖRZU frei.

Pressekontakt:

Ansprechpartner für redaktionelle Rückfragen:

Mike Powelz
Chefreporter HÖRZU
Tel: 040/554472310
mike.powelz@funkemedien.de

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