Bayern: 53 Prozent der älteren Beschäftigten wollen früher in Rente
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Mehr als die Hälfte der Beschäftigten ab 50 Jahren in Bayern will früher in Rente gehen. Bei denjenigen mit einer schlechteren Gesundheit sind es mit 58 Prozent noch mehr. Das geht aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport „Arbeiten ab 50“ hervor. Dafür hat das IGES Institut im Auftrag der DAK-Gesundheit den Krankenstand aller DAK-versicherten Beschäftigten in Bayern analysiert und eine repräsentative Bevölkerungsumfrage durchgeführt. Ein Kernergebnis: Ältere Beschäftigte sind seltener, aber im Schnitt länger krankgeschrieben. Ab Mitte 50 kommen auffällig viele Fehlzeiten dazu. Im Alter von 66 Jahren liegt der Krankenstand der Beschäftigten im Schnitt bei neun Prozent. Über alle Beschäftigten ab 50 Jahren hinweg liegt der Freistaat mit 6,6 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (7,4 Prozent). Lesen Sie mehr in unserer aktuellen Pressemeldung.
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Ihr Presseteam der DAK-Bayern
Bayern: 53 Prozent der älteren Beschäftigten wollen früher in Rente
- DAK-Gesundheitsreport 2026 untersucht Rentenpläne und Krankenstand im Freistaat
- Fehlzeiten steigen mit zunehmendem Alter deutlich: Mit 66 Jahren liegt der Krankenstand im Schnitt bei neun Prozent
- DAK-Landeschef Blasutto setzt auf Werte und betriebliches Gesundheitsmanagement für lange Erwerbstätigkeit
Mehr als die Hälfte der Beschäftigten ab 50 Jahren in Bayern will früher in Rente gehen. Bei denjenigen mit einer schlechteren Gesundheit sind es mit 58 Prozent noch mehr. Das geht aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport „Arbeiten ab 50“ hervor. Dafür hat das IGES Institut im Auftrag der DAK-Gesundheit den Krankenstand aller DAK-versicherten Beschäftigten in Bayern analysiert und eine repräsentative Bevölkerungsumfrage durchgeführt. Ein Kernergebnis: Ältere Beschäftigte sind seltener, aber im Schnitt länger krankgeschrieben. Ab Mitte 50 kommen auffällig viele Fehlzeiten dazu. Im Alter von 66 Jahren liegt der Krankenstand der Beschäftigten im Schnitt bei neun Prozent. Über alle Beschäftigten ab 50 Jahren hinweg liegt der Freistaat mit 6,6 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (7,4 Prozent).
„Der DAK-Gesundheitsreport macht deutlich, dass gesundes Arbeiten bis zur Rente für viele Beschäftigte eine große Herausforderung ist. Viele ältere Beschäftigte möchten aus dem Berufsleben ausscheiden, weil die gesundheitlichen Belastungen zunehmen“, sagt Rainer Blasutto, DAK-Landeschef in Bayern. "Angesichts des Fachkräftemangels können wir es uns jedoch nicht leisten, auf die Erfahrung und Kompetenz dieser Menschen zu verzichten. Umso wichtiger ist es, Arbeitsplätze gesundheitsgerecht zu gestalten und die Bedürfnisse älterer Beschäftigter stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Wer länger arbeiten soll, muss auch die Voraussetzungen dafür vorfinden.“
Über die Hälfte der ab 50-Jährigen plant vorzeitigen Ruhestand
Eine Forsa-Umfrage für den DAK-Gesundheitsreport zeigt, dass 53 Prozent der Beschäftigten ab 50 Jahren in Bayern einen vorzeitigen Renteneintritt planen. Damit liegt der Freistaat leicht über dem Bundesdurchschnitt. Über alle Altersgruppen hinweg denken 47 Prozent in Bayern über einen früheren Ausstieg aus dem Erwerbsleben nach. 31 Prozent möchten bis zur gesetzlichen Rente arbeiten. Neun Prozent können sich vorstellen, darüber hinaus erwerbstätig zu bleiben. Ob Menschen länger arbeiten möchten, hängt maßgeblich von ihrer Gesundheit ab. Während 45 Prozent der Beschäftigten mit guter oder sehr guter Gesundheit einen Renteneintritt vor der gesetzlichen Altersgrenze in Betracht ziehen, sind es bei Beschäftigten mit schlechterem Gesundheitszustand 58 Prozent.
Wertschätzung als wichtige Voraussetzung für längeres Arbeiten
Wer länger, motiviert und leistungsfähig arbeiten soll, braucht laut Report neben guten Arbeitsbedingungen vor allem mehr Wertschätzung. Für 36 Prozent der Befragten ab 50 Jahren ist dies eine wichtige Voraussetzung für ein längeres Erwerbsleben. 33 Prozent wünschen sich zudem eine stärkere Anerkennung ihres Erfahrungswissens. Damit gehört Wertschätzung zu den wichtigsten nicht-monetären Faktoren für eine längere Erwerbstätigkeit. Am häufigsten wünschen sich die Befragten jedoch eine höhere Bezahlung (48 Prozent), gefolgt von einer besseren Anpassung der Arbeitszeiten an ihre individuellen Bedürfnisse (44 Prozent) sowie einer Anpassung des Arbeitsumfangs (38 Prozent).
Beschäftigte ab 50 seltener, aber länger krankgeschrieben
Laut DAK-Gesundheitsreport schätzen ältere Beschäftigte in Bayern ihre Leistungsfähigkeit als sehr hoch ein und sind seltener krankgeschrieben als jüngere. Beschäftigte ab 50 Jahren kamen im Jahr 2025 auf 149 Krankschreibungen je 100 Versicherte, bei den unter 50-Jährigen waren es mit 192 Fällen deutlich mehr. Obwohl Erwerbstätige ab 50 Jahren seltener krankheitsbedingt ausfallen als jüngere Altersgruppen, dauert eine durchschnittliche Krankschreibung ab 50 Jahren mit 16,2 Tagen etwa doppelt so lange wie bei Beschäftigten bis 49 Jahren (7,9 Tage). Der Krankenstand liegt bei den über 50-Jährigen in Bayern im Durchschnitt bei 6,6 Prozent. Mit zunehmendem Alter steigt er kontinuierlich an und erreicht im Alter von 66 Jahren neun Prozent. Ein Krankenstand von neun Prozent bedeutet, dass an jedem Tag durchschnittlich neun von 100 Beschäftigten arbeitsunfähig sind.
Aktivrente: Extra-Bonus für Gesunde?
Die Befragung zeigt auch: Gegenüber der neuen Aktivrente sind viele Beschäftigte ab 50 grundsätzlich offen (66 Prozent), allerdings gibt es keine Mehrheit mit klarer Nutzungsabsicht. Fast ein Viertel der Befragten (24 Prozent) kann sich die Nutzung einer Aktivrente gut vorstellen. Weitere 42 Prozent schließen dies nicht aus. Gleichzeitig lehnt gut ein Drittel die Aktivrente klar ab.
Für den DAK-Gesundheitsreport mit dem Schwerpunkt „Arbeiten ab 50: langfristig gesund und zufrieden“ wurden unter anderem die Krankschreibungen von 337.000 erwerbstätigen Versicherten der DAK-Gesundheit in Bayern analysiert.
Die DAK-Gesundheit ist die drittgrößte gesetzliche Krankenkasse Deutschlands und engagiert sich besonders im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Mehr Infos und aktuelle Termine unter www.dak.de/bgm
Kontakt:
Tanja Mayinger DAK-Gesundheit Pressesprecherin Bayern
Haidenauplatz 3, 81667 München Tel.: 089/9047550-1156 Mobil: 0172-1514937 mailto:tanja.mayinger@dak.de http://www.dak.de/presse