NRW: 53 Prozent der älteren Beschäftigten wollen früher in Rente
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Mehr als jeder zweite der Beschäftigten ab 50 Jahren in Nordrhein-Westfalen will früher in Rente gehen. Bei denjenigen mit einer schlechteren Gesundheit liegt dieser Anteil mit 50 Prozent nahezu auf demselben hohen Niveau. Das geht aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport „Arbeiten ab 50“ hervor. Dafür hat das IGES Institut im Auftrag der DAK-Gesundheit den Krankenstand aller DAK-versicherten Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen analysiert und eine repräsentative Bevölkerungsumfrage durchgeführt. Ein Kernergebnis: Ältere Beschäftigte sind seltener, aber im Schnitt länger krankgeschrieben. Ab Mitte 50 kommen auffällig viele Fehlzeiten dazu. Im Alter von 66 Jahren liegt der Krankenstand der Beschäftigten im Schnitt bei 12 Prozent – und damit doppelt so hoch wie bei den 50- bis 53-Jährigen (jeweils sechs Prozent). Über alle Beschäftigten ab 50 Jahren hinweg liegt NRW mit 7,7 Prozent leicht über dem Bundesdurchschnitt (7,4 Prozent). Lesen Sie mehr in unserer aktuellen Pressemeldung.
Freundliche Grüße
Ihr Presseteam der DAK-Gesundheit Nordrhein-Westfalen
NRW: 53 Prozent der älteren Beschäftigten wollen früher in Rente
- DAK-Gesundheitsreport 2026 untersucht Rentenpläne und Krankenstand in Nordrhein-Westfalen
- Fehlzeiten steigen mit zunehmendem Alter deutlich: Mit 66 Jahren liegt Krankenstand im Schnitt bei 12 Prozent
- DAK-Landeschefin Schoppen setzt auf Werte und betriebliches Gesundheitsmanagement für lange Erwerbstätigkeit
Mehr als jeder zweite der Beschäftigten ab 50 Jahren in Nordrhein-Westfalen will früher in Rente gehen. Bei denjenigen mit einer schlechteren Gesundheit liegt dieser Anteil mit 50 Prozent nahezu auf demselben hohen Niveau. Das geht aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport „Arbeiten ab 50“ hervor. Dafür hat das IGES Institut im Auftrag der DAK-Gesundheit den Krankenstand aller DAK-versicherten Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen analysiert und eine repräsentative Bevölkerungsumfrage durchgeführt. Ein Kernergebnis: Ältere Beschäftigte sind seltener, aber im Schnitt länger krankgeschrieben. Ab Mitte 50 kommen auffällig viele Fehlzeiten dazu. Im Alter von 66 Jahren liegt der Krankenstand der Beschäftigten im Schnitt bei 12 Prozent – und damit doppelt so hoch wie bei den 50- bis 53-Jährigen (jeweils sechs Prozent). Über alle Beschäftigten ab 50 Jahren hinweg liegt NRW mit 7,7 Prozent leicht über dem Bundesdurchschnitt (7,4 Prozent).
„Die Debatte über eine längere Lebensarbeitszeit darf nicht allein auf das Renteneintrittsalter reduziert werden. Entscheidend ist die Frage, wie Beschäftigte gesund, leistungsfähig und motiviert bis ins höhere Erwerbsalter arbeiten können. Hier sind Unternehmen und Politik gleichermaßen gefordert“, sagt Berit Schoppen, DAK-Landeschefin in Nordrhein-Westfalen. „Wer von den Menschen erwartet, länger zu arbeiten, muss gleichzeitig in ihre Gesundheit investieren. Nur mit guten Arbeitsbedingungen, Wertschätzung und gezielter Gesundheitsförderung können erfahrene Beschäftigte dem Arbeitsmarkt länger erhalten bleiben“, so Schoppen weiter.
Über die Hälfte der ab 50-Jährigen plant vorzeitigen Ruhestand
Eine Forsa-Umfrage für den DAK-Gesundheitsreport zeigt, dass 53 Prozent der Beschäftigten ab 50 Jahren in NRW einen vorzeitigen Renteneintritt planen. Damit liegt Nordrhein-Westfalen leicht über dem Bundesdurchschnitt. Über alle Altersgruppen hinweg denken 42 Prozent in NRW über einen früheren Ausstieg aus dem Erwerbsleben nach. 38 Prozent möchten bis zur gesetzlichen Rente arbeiten. Neun Prozent können sich vorstellen, darüber hinaus erwerbstätig zu bleiben. Ob Menschen länger arbeiten möchten, hängt maßgeblich von ihrer Gesundheit ab. Während 40 Prozent der Beschäftigten mit guter oder sehr guter Gesundheit einen Renteneintritt vor der gesetzlichen Altersgrenze in Betracht ziehen, sind es bei Beschäftigten mit schlechterem Gesundheitszustand deutlich mehr (50 Prozent).
Wertschätzung: wichtige Voraussetzung für längeres Arbeiten
Wer länger, motiviert und leistungsfähig arbeiten soll, braucht laut Report neben guten Arbeitsbedingungen vor allem mehr Wertschätzung. Für 39 Prozent der Befragten ab 50 Jahren ist dies eine wichtige Voraussetzung für ein längeres Erwerbsleben. 33 Prozent wünschen sich zudem eine stärkere Anerkennung ihres Erfahrungswissens. Damit gehört Wertschätzung zu den wichtigsten nicht-monetären Faktoren für eine längere Erwerbstätigkeit. Am häufigsten wünschen sich die Befragten jedoch eine höhere Bezahlung (48 Prozent), gefolgt von einer besseren Anpassung der Arbeitszeiten an ihre individuellen Bedürfnisse (40 Prozent) sowie einer Anpassung des Arbeitsumfangs (37 Prozent).
Beschäftigte ab 50 seltener, aber länger krankgeschrieben
Laut DAK-Gesundheitsreport schätzen ältere Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen ihre Leistungsfähigkeit als sehr hoch ein und sie sind seltener krankgeschrieben als jüngere. Beschäftigte ab 50 Jahren kamen im Jahr 2025 auf 168 Krankschreibungen je 100 Versicherte, bei den unter 50-Jährigen waren es mit 220 Fällen deutlich mehr. Obwohl Erwerbstätige ab 50 Jahren seltener krankheitsbedingt ausfallen als jüngere Altersgruppen, dauert eine durchschnittliche Krankschreibung bei ihnen mit 16,7 Tagen etwa doppelt so lange wie bei Beschäftigten bis 49 Jahren (8,3 Fehltage). Der Krankenstand liegt bei den 50-Jährigen in NRW bei 7,7 Prozent. Mit zunehmendem Alter steigt er kontinuierlich an und erreicht im Alter von 66 Jahren zwölf Prozent. Ein Krankenstand von 12 Prozent bedeutet, dass an jedem Tag durchschnittlich zwölf von 100 Beschäftigten arbeitsunfähig sind.
Aktivrente: Extra-Bonus für Gesunde?
Die Befragung zeigt auch: Gegenüber der neuen Aktivrente sind viele Beschäftigte ab 50 grundsätzlich offen (71 Prozent), allerdings gibt es keine Mehrheit mit klarer Nutzungsabsicht. Mehr als ein Viertel der Befragten (28 Prozent) kann sich die Nutzung einer Aktivrente gut vorstellen. Weitere 43 Prozent schließen dies nicht aus. Gleichzeitig lehnen 29 Prozent die Aktivrente klar ab.
Für den DAK-Gesundheitsreport mit dem Schwerpunkt „Arbeiten ab 50: langfristig gesund und zufrieden“ wurden unter anderem die Krankschreibungen von 415.000 erwerbstätigen Versicherten der DAK-Gesundheit in Nordrhein-Westfalen analysiert.
Die DAK-Gesundheit ist die drittgrößte gesetzliche Krankenkasse Deutschlands und engagiert sich besonders im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Mehr Infos und aktuelle Termine unter: www.dak.de/bgm
Freundliche Grüße
Arno Prähler
DAK-Gesundheit Stabsbereich Unternehmenskommunikation Presse und politische Kommunikation
Pressesprecher Nordrhein-Westfalen
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