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DAK-Report: Menschen in Bayern verlieren das Vertrauen in die Pflegeversorgung

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In Bayern gibt es einen großen Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Pflegeversorgung: 61 Prozent der Menschen bewerten die Pflegesituation derzeit als nicht oder gar nicht gut. Fast die Hälfte rechnet mit einer Verschlechterung innerhalb der nächsten zehn Jahre. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage durch das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) im Auftrag der DAK-Gesundheit hervor. Diese zeigt die Erwartungen der Menschen in Bayern an Politik und Pflegereform auf: 84 Prozent der Befragten fordern, dass die Pflege in Deutschland „für alle bezahlbar“ werden müsse. Hohe Kosten für die Pflege im Heim werden als eines der zentralen Probleme benannt. Lesen Sie mehr in unserer aktuellen Pressemeldung.

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Ihr Presseteam der DAK-Gesundheit Bayern

DAK-Report: Menschen in Bayern verlieren das Vertrauen in die Pflegeversorgung

  • Aktuelle Allensbach-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit zeigt Erwartungen an große Pflegereform
  • Fast 50 Prozent der Befragten in Bayern rechnen in Zukunft mit schlechterer Versorgung
  • DAK-Landeschef Rainer Blasutto fordert strukturelle Neuausrichtung der Pflegeversicherung

In Bayern gibt es einen großen Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Pflegeversorgung: 61 Prozent der Menschen bewerten die Pflegesituation derzeit als nicht oder gar nicht gut. Fast die Hälfte rechnet mit einer Verschlechterung innerhalb der nächsten zehn Jahre. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage durch das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) im Auftrag der DAK-Gesundheit hervor. Diese zeigt die Erwartungen der Menschen in Bayern an Politik und Pflegereform auf: 84 Prozent der Befragten fordern, dass die Pflege in Deutschland „für alle bezahlbar“ werden müsse. Hohe Kosten für die Pflege im Heim werden als eines der zentralen Probleme benannt. Ende 2025 hatte die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte Bund-Länder-Kommission „Zukunftspakt Pflege“ ihre „Roadmap“ für die angekündigte große Pflegereform vorgelegt.

„Die künftige Pflegesituation sorgt bei vielen Menschen in Bayern für Verunsicherung, wie unser DAK-Pflegereport deutlich macht“, sagt Rainer Blasutto, Landeschef der DAK-Gesundheit. „Die Ergebnisse der Allensbach-Befragung sind ein klarer Handlungsaufruf an die Politik in Bund und Ländern. Wir brauchen jetzt eine tiefgreifende Reform mit einer strukturellen Neuausrichtung der Pflegeversicherung, die die Finanzierung und Versorgung nachhaltig sichert und den Menschen in Bayern wieder Vertrauen, Verlässlichkeit und finanzielle Sicherheit gibt.“

Bayerns Gesundheitsministerin appelliert an Bundesregierung

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin, Judith Gerlach, fordert mit Blick auf den DAK-Report mehr Tempo von der Bundesregierung bei der Pflegereform. Gerlach betonte: „Der DAK-Pflegereport zeigt sehr eindrücklich, dass sich viele Menschen Sorgen machen, ob sie sich künftig noch im Alter eine gute Pflege leisten können. Umso wichtiger ist es, dass die Bundesregierung nun rasch zu Ergebnissen kommt bei der Reform der Pflegeversicherung. Bayern setzt sich in diesem Zusammenhang unter anderem für eine Steuerfinanzierung versicherungsfremder Leistungen ein. Unser Ziel ist es, die Pflegeversicherung und damit auch die Pflegebedürftigen zu entlasten. Insgesamt ist die Bundesregierung gefordert, für eine nachhaltige und generationengerechte Finanzierung der Pflege zu sorgen. Bayern geht die Herausforderungen für die Pflege bereits konsequent an. So legen wir durch die Umsetzung unserer Strategie ‚Gute Pflege. Daheim in Bayern.‘ einen Fokus auf die Stärkung der häuslichen Pflege.“

Für den DAK-Pflegereport hatte das Institut für Demoskopie Allensbach gemeinsam mit Studienleiter Prof. Dr. Thomas Klie bundesweit rund 4.400 Menschen zwischen 16 und 75 Jahren befragt, davon knapp 500 in Bayern. Die Ergebnisse zeigen die Erwartungen, Ängste und Herausforderungen der Bevölkerung auf. Demnach sehen 70 Prozent der Befragten in Bayern die Finanzierung der Pflegeversicherung als nicht gesichert an.

Große Sorge um verlässliche Pflegeversorgung

Die Mehrheit der Menschen in Bayern sieht die Pflegeversorgung gefährdet: 61 Prozent der Befragten empfinden diese als nicht gut oder gar nicht gut. 47 Prozent gehen davon aus, dass sich die Situation in den kommenden zehn Jahren weiter verschlechtert. Wie im Bund sehen die Befragten in Bayern die größten Probleme im Bereich der Finanzierung: 70 Prozent der Befragten nennen an erster Stelle die hohen Kosten für Pflegebedürftige und ihre Familien bei stationärer Pflege. Es folgen mit 68 Prozent der Personalmangel und fehlende Pflegekräfte. 64 Prozent bewerten die Finanzierung des gesamten Pflegesystem als größtes Problem.

Bevölkerung fordert bezahlbare Pflege

84 Prozent sehen es als wichtigstes Ziel, die Pflege für alle Menschen bezahlbar zu machen. 75 Prozent erwarten eine langfristige Sicherung der Finanzierung. Für 72 Prozent ist die Deckelung der Pflegeheimplatzkosten wichtig, während sich 71 Prozent eine Vereinfachung des Leistungssystems wünschen. Die große Mehrheit (85 Prozent) der Befragten in Bayern erlebt es als ungerecht, nach langjähriger Einzahlung in die Pflegeversicherung bei Pflegebedarf nicht ausreichend abgesichert zu sein. Beinahe genauso viele (83 Prozent) sind überzeugt, dass die Pflege für viele Menschen schlicht nicht mehr bezahlbar ist. Knapp drei Viertel fürchten durch die Kosten überfordert zu werden, sollten sie selbst pflegedürftig werden. Genauso viele Menschen setzen Pflege mit einem Armutsrisiko für Pflegebedürftige und ihre Familien gleich.

Mehrheit fordert staatliche Zuschüsse zur finanziellen Absicherung

Um die Finanzierung der sozialen Pflegeversicherung auf ein zukunftssicheres Fundament zu stellen, sieht die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Bayern den Staat in der Pflicht: Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) findet, es sei ausschließlich Sache des Staates und der gesetzlichen Pflegeversicherung, einen Pflegebedarf abzusichern. 54 Prozent finden, es sollten staatliche Zuschüsse oder Steuermittel eingesetzt werden, um die Absicherung von Pflegebedürftigen sicherzustellen. 49 Prozent halten eine Beitragserhöhung für vermögende oder gutverdienende Menschen für den richtigen Weg. Fast ebenso viele (48 Prozent) finden, Vermögende sollten im Pflegefall stärker an den Pflegekosten beteiligt werden. Ein klares Meinungsbild gibt es auch zur Überlegung der Bund-Länder-Arbeitsgruppe, eine private Pflegezusatzversicherung einzuführen: Nur eine Minderheit (18 Prozent) befürwortet dies.

Bundesweit sind rund 5,4 Millionen Menschen bei der DAK-Gesundheit versichert. Aktuell beziehen rund 560.000 davon Leistungen der Pflegekasse. Angebote zum Thema Pflege unter Pflege: Tipps und Leistungen (dak.de)

Kontakt:

Tanja Mayinger
DAK-Gesundheit
Pressesprecherin Bayern
Haidenauplatz 3, 81667 München
Tel.: 089/9047550-1156
Mobil: 0172-1514937
 mailto:tanja.mayinger@dak.de
 http://www.dak.de/presse
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