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01.09.2020 – 10:24

DAK-Gesundheit

Erstes Halbjahr 2020: Trotz Corona-Pandemie nur leicht gestiegener Krankenstand in Niedersachsen

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Nach einer aktuellen Auswertung ist der Krankenstand in Niedersachsen trotz Corona-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr nur leicht um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. Mit 4,2 Prozent liegt er damit im Bundesdurchschnitt. Mehr Atemwegs- und psychische Erkrankungen waren zu verzeichnen. Laut DAK-Gesundheitsreport waren an jedem Tag des ersten Halbjahres von 1.000 Arbeitnehmern 42 krankgeschrieben. Lesen Sie mehr in unserer Pressemeldung.

Freundliche Grüße

Ihr Presseteam der DAK-Gesundheit Niedersachsen

Erstes Halbjahr 2020: Trotz Corona-Pandemie nur leicht gestiegener Krankenstand in Niedersachsen

  • Weniger Fehltage bei Atemwegserkrankungen als im Grippejahr 2013
  • Deutliche Zunahme bei psychischen Erkrankungen

Nach einer aktuellen Auswertung ist der Krankenstand in Niedersachsen trotz Corona-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr nur leicht um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. Mit 4,2 Prozent liegt er damit im Bundesdurchschnitt. Laut DAK-Gesundheitsreport waren an jedem Tag des ersten Halbjahres von 1.000 Arbeitnehmern 42 krankgeschrieben. Es gab einen starken Anstieg der Fehltage aufgrund von Atemwegserkrankung - um neun Prozent auf 122 Tage je 100 Beschäftigte. Insgesamt liegen die Fehlzeiten durch Erkältungen, Grippe & Co. jedoch immer noch unterhalb des schweren Grippejahres 2018 (153 Tage). Einen deutlichen Anstieg gab es laut DAK-Report in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in Niedersachsen insbesondere auch bei psychischen Erkrankungen (elf Prozent). Etwas gestiegen (fünf Prozent) sind auch die Krankheitstage bei Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen.

Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit zeigt die Entwicklung des Krankenstandes im vergangenen Jahr und die wichtigsten Veränderungen im ersten Halbjahr 2020 auf. Demnach hatten im ersten Halbjahr 2020 DAK-versicherte Beschäftigte in Niedersachsen mit 7,6 etwas mehr Fehltage als im Vorjahreshalbjahr (7,4 Tage). Im Monatsvergleich ergibt sich ein sehr uneinheitliches Bild. Im Februar war der Krankenstand deutlich unter Vorjahresniveau (4,7 statt 5,4 Prozent). Im Lockdown-Monat März war der Krankenstand mit 5,5 Prozent leicht, im April mit 4,6 Prozent und Juni mit 3,4 Prozent stark erhöht gegenüber den Vergleichsmonaten 2019. Im Monat Mai war er mit 3,4 etwas niedriger als im Mai 2019 (3,9 Prozent). Im Juni waren es erneut 0,4 Prozentpunkte mehr, als im Juni des Vorjahres. "Viele hatten prognostiziert, dass ein deutlicher und nachhaltiger Anstieg der Arbeitsunfähigkeit zu verzeichnen sei, weil es wegen der Pandemie noch bis Ende Mai die telefonische Krankschreibung gab", sagt Dirk Vennekold, Leiter der DAK-Landesvertretung in Niedersachsen. "Der minimale Anstieg insgesamt belegt, dass einfache Lösungen für das Krankschreibungs-Geschehen sehr sinnvoll sind." Die DAK-Gesundheit begrüßt deshalb die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossene Krankschreibung per Videosprechstunde. "Wir müssen nicht nur bei COVID-19, sondern bei vielen Erkrankungen generell die Ansteckungsgefahr für das Praxispersonal und für andere Patienten mit bedenken. Wenn neue Formen der Kommunikation die persönliche Begegnung in der Arztpraxis ersetzen, ist das ein wichtiger Fortschritt."

Mehr als die Hälfte aller Fehltage im ersten Halbjahr 2020 lassen sich in Niedersachsen auf drei Krankheitsarten zurückführen: An erster Stelle stehen, trotz eines leichten Rückgangs um drei Prozent, die Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems wie Rückenschmerzen. Sie sind für mehr als jeden fünften Fehltag (21,4 Prozent) von Arbeitnehmern verantwortlich. Danach folgen - mit einem Anstieg zum Vorjahreshalbjahr von elf Prozent - die psychischen Erkrankungen wie Depressionen mit einem Anteil von 17,1 Prozent am Krankenstand. An dritter Stelle folgen mit 16,1 Prozent die Atemwegserkrankungen. Hier gibt es einen Anstieg um neun Prozent. Das Niveau liegt aber mit 122 Fehltagen je 100 Arbeitnehmer noch unter dem des schweren Grippejahres 2018 (153 Fehltage). "Dies ist ein Indiz dafür, dass sich die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Epidemie bewährt haben," so Dirk Vennekold.

Der DAK-Gesundheitsreport für Niedersachsen analysiert neben dem ersten Halbjahr 2020 wie in jedem Jahr auch die Fehlzeiten des kompletten vergangenen Jahres. Die Vollauswertung für 2019 zeigt: Der Krankenstand sank von 2018 auf 2019 von 4,3 Prozent auf 4,2 Prozent und lag damit im Bundesdurchschnitt. An erster Stelle standen Muskel-Skelett-Probleme, wie beispielsweise Rückenschmerzen. Sie waren für mehr als jeden fünften Fehltag von Beschäftigten in Niedersachsen verantwortlich (22,1 Prozent). Danach folgten psychische Leiden mit 17,9 Prozent. An dritter Stelle standen mit 13,1 Prozent Atemwegserkrankungen wie Bronchitis oder Sinusitis.

Für die aktuelle Krankenstands-Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von mehr als 232.000 DAK-versicherten Beschäftigten in Niedersachsen für das erste Halbjahr 2020 sowie für 2019 aus.

Freundliche Grüße

Rainer Lange
DAK-Gesundheit
Unternehmenskommunikation / Public Relations
Pressesprecher Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen 
in Vertretung Rheinland-Pfalz
Graf-Adolf-Str. 89, 40210 Düsseldorf
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