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Mitteldeutsche Zeitung: zu Weißrussland

    Halle (ots) - Lukaschenko ist unberechenbar. Er hat Oppositionelle in der Vergangenheit durchaus auch mal verschwinden lassen. Zudem hält er sein Volk dumm - durch beleidigend dumpfe Demagogie und alleinige Kontrolle über die wichtigen Massenmedien des Landes. Und genau hier muss der Westen ansetzen. Er muss die Zivilgesellschaft durch Kontakte und den Aufbau einer eigenen Medien-Öffentlichkeit stärken. Er muss die Nomenklatura durch Einreiseverbote ächten, den einfachen Menschen aber den Austausch mit den demokratischen Nachbarn erleichtern. Ein rascher Regime-Wechsel ist in Weißrussland unwahrscheinlich. Dennoch sollte Europa zeigen, dass es das strategisch unbedeutende Belarus auf der Rechnung hat - und danach handeln. Die mutigen Menschen dort, die heute schon Kopf und Kragen riskieren, haben es verdient.

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