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Mitteldeutsche Zeitung: zu Geiseln im Irak

    Halle (ots) - Frank-Walter Steinmeier muss als Bundesaußenminister sein Handeln zwischen dem Ultimatum der irakischen Geiselnehmer und der politischen Nichterpressbarkeit der Bundesregierung abwägen. Die Drohkulisse ähnelt dem bekannten Muster anderer Entführungen. Nicht immer mussten da die Geiseln ihr Leben lassen, denn vieles ließ sich mit Lösegeld "regeln". Doch eine Garantie für einen glücklichen Ausgang des Dramas wird wohl zur Stunde keiner abgeben wollen. Wer aber glaubt, dass es besser sei, einem Ultimatum nachzugeben, sollte sich der Folgen bewusst sein: Es wäre der politische Offenbarungseid der Bundesrepublik, der Nachahmungstäter zu weiteren Entführungen ermuntern würde und Deutsche häufiger - auch außerhalb des Irak - in Gefahr brächte. Und das Leben der beiden Männer wäre keineswegs gerettet.

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